Ein kleiner Beitrag von mir(i).
Nachdem Marc hier normalerweise täglich unseren Reiseblog füttert, darf ich mich auch einmal zu Wort melden. Schließlich habe ich inzwischen genug Beweismaterial gesammelt, um eine kleine persönliche Einschätzung zu unserer Art zu reisen abzugeben. 😉
Klar ist: wir reisen und machen keinen Urlaub.
Marc ist eindeutig der Reisende. Still sitzen, nichts tun, auf einer Liege liegen und ein Buch lesen kann man machen, muss man aber offensichtlich nicht. Sobald irgendwo ein bisschen Langeweile aufkommt, tigert er durch die Gegend oder es muss eine Aktivität her. Schnorcheln, Boot fahren, irgendetwas anschauen, irgendwo hin. Hauptsache, es passiert etwas.
Ich dagegen könnte mich durchaus auch einmal mit einem Buch auf eine Liege legen und feststellen, dass drei Stunden lang gar nichts passiert. Und zwar mit voller Absicht.
Trotzdem bin ich Marc gerade für diese Reise dankbar. Er hat alles organisiert und dabei ganz viel von dem möglich gemacht, was ich mir von dieser Reise gewünscht habe. Und ich glaube tatsächlich, dass ich manche dieser Reisen alleine gar nicht wagen würde. Nicht, weil ich keine Lust auf Abenteuer habe, sondern weil die Angst manchmal einfach mitreist. Und dann ist es ziemlich schön jemanden dabei zu haben, der einem ein bißchen davon nimmt und gleichzeitig den Mut gibt, trotzdem loszugehen.
Passenderweise habe ich während der Reise ein Hörbuch meiner Lieblingsautorin gehört, das gleich zu Beginn diesen Satz hatte:
„Wenn die Angst niemals weggeht, kann man sie genauso gut mitnehmen und ihr die Welt zeigen.“
Ganz so schlimm ist es mit der Angst zwar nicht, aber trotzdem ziemlich passend.
Und vielleicht hat Marc mit Maila und mir als Reisepartner ja auch nicht ganz schlecht gewählt. Während er wahrscheinlich auch alleine problemlos von einem Abenteuer ins nächste ziehen würde, braucht es für seine Reiseideen auch jemanden, der zumindest gelegentlich „Okay, machen wir“ sagt – auch wenn bei mir innerlich oft noch eine kleine Diskussion mit dem Nervensystem läuft.
Manche fragen sich wahrscheinlich tatsächlich, wie wir das eigentlich immer wieder gemeinsam hinbekommen. Vielleicht liegt es genau daran, dass wir so unterschiedlich sind. Er bringt mich dazu, Dinge zu wagen, die ich sonst vielleicht nicht machen würde. Und ich bringe ihn hoffentlich irgendwann noch davon ab, dass Nichtstun keine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist.
Ganz ohne Erholung war die Reise ja zum Glück auch nicht. Ich durfte mir schließlich das eine oder andere, sagen wir, nicht unbedingt Preis-Leistungs-Verhältnis-optimierte, Bungalow aussuchen und darin ausgiebig nichts tun.
Mein Geburtstag
Und dann war da noch mein Geburtstag – oder besser gesagt: Marcs Magen-Darm-Tag. 🙈 So hatte ich mir den vorletzten Teil der Reise eigentlich nicht vorgestellt. Heute hat Marc dann ganz traditionell meine Nachfolge angetreten und lag flach. Wir teilen eben wirklich alles.


Mein Geburtstag selbst begann dafür wunderbar: Beim Frühstück bekam ich von der Köchin, die ebenfalls Geburtstag hatte, eine Geburtstagstorte. Danach gab es von meiner Maila eine Fußwaschung und Massage und anschließend noch eine herrliche Ganzkörpermassage zur Entspannung. Den Mittag haben wir ganz gemütlich mit UNO spielen und Sandköniginnenbildern verbracht. Und kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann doch noch einmal zu Dritt ins Wasser und haben noch drei Schildkröten gesehen. 🐢




So darf ein Geburtstag auf einer Reise dann doch gerne enden.
Und auch wenn zwischendurch mal etwas schiefgeht, gehört das wahrscheinlich einfach dazu. Vielleicht sind es gerade diese Momente, die einem wieder bewusst machen, wie dankbar man für vieles sein darf, was im Alltag so selbstverständlich erscheint.
Wir haben auf dieser Reise jedenfalls wieder unglaublich viel erlebt, gesehen und ausprobiert. Noch drei Tage liegen vor uns – und ich freue mich jetzt schon darauf, die ganzen Erlebnisse und Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen. Und ganz ehrlich: Ein bißchen freue ich mich inzwischen auch wieder auf unser eigenes Bett. 😉
Miri
Anmerkung des Patienten
Ich wurde den Tag über liebevoll umsorgt und war hauptsächlich mit Schlafen beschäftigt. Die Fürsorge hatte dann am frühen Abend ein Ende. Da bestanden dann beide Damen darauf, dass ich gefälligst jetzt mit ins Wasser gehen soll. Das täte mein Fieber senken, sagte man mir. Was sollte ich tun? Eine Frey, eine Eisele, beide vehement. Also bin ich auf wackligen Beinen mit, nachdem ich mich mühsam aufgerafft habe. Im Wasser überkam mich dann sofort wieder der Jagdmodus. Hat sich gelohnt, ich hab’s überlebt und – so viel sei mal wieder verraten – es geht mir morgen wieder soweit gut.







Patient


2 comments
4+4=8
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Hier auch noch:
nachträglichen
🥳 Glückwunsch zum
44. 🎈 !
Und vielen Dank für deine Nachricht
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