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Day 05 | Bangka

Erstes Mal aufwachen im puren Luxusbett. Selten so gut geschlafen. Also quasi nie sonst. Okay, ich muss glaube ich den Grad an Zynismus ein paar Stufen zurückdrehen. Denn ohne das unstimmige Preis-Leistungsverhältnis wäre es hier sonst wirklich schön. Wir sind irgendwie alle noch ziemlich durchgewürfelt. Maili kommt morgens quasi nie richtig in die Gänge, Miri und ich wachen immer wieder mal mitten in der Nacht auf. Für Miri nix Neues, für mich schon. Warum auch immer. Vielleicht sind wir immer noch etwas verschoben nach den doofen Flugverzögerungen, die unseren 24-Stunden-Rhythmus wirklich einmal auf den Kopf gestellt haben. Eigentlich macht mir das sonst nichts. Aber dieses Mal war es auch anders, weil wir wirklich nicht nur die ganze Nacht, sondern auch noch den ganzen Tag geflogen sind. Wir kamen dann so früh morgens an, dass wir in der Hotellobby prompt noch mal eingepennt sind. Ich glaube das war der Genickbruch. Egal. Uninteressantes Gelaber.

Heute wird der gesperrte Pool entsperrt! Maila macht den Köpfer rein, Pool eröffnet. Und dann war das Kind stundenlang im Pool. Wenigstens lohnt sich das. Und es wird noch besser! Es gibt so Mini-Pfannkuchen in Grün. Das gab es letztes Jahr auch auf Raja Ampat, in groß halt. Aber gut, da hat die Nacht auch 35 € gekostet. Dafür gibt es dann Pfannkuchen in groß. Im Luxusresort bekommt man dafür halt kleine. Dafür sind die mit Nutella gefüllt. Wo das Grün herkommt, fragt Maila. Ich will es lieber nicht wissen. Hoffe aber sehr, dass es sich um Lebensmittelfarbe handelt.

Hausriff checken

Weil der Wind wirklich ziemlich sportlich bläst, gehe ich heute zunächst mal alleine das Hausriff checken. Die letzten Jahre haben wir wirklich jedes Mal das ganze Kitezeug mitgeschleppt! Board, Schirm, Pumpe, Harness, Bar – ALLES! Und bis auf vor 2 Jahren, war nichts mit Kiten, weil kein Wind! Und dieses Jahr bläst es seit wir auf Bangka sind quasi ohne Unterbrechung. Wie ärgerlich! Ich hätte die gesamte Küste für mich. Und da der Wind side-on-shore ist, wäre das Risiko verloren zu gehen quasi null. Das ärgert mich echt!

Egal, Luxusproblem. Ich glaube das Wort Luxus ist jetzt schon mein Unwort des Jahres… Also mal wieder mein neues Makro-Objektiv an die Kamera, alles ordentlich ins Unterwasser-Gehäuse gepackt und gewissenhaft verschlossen. Bei diesem Wellengang muss es heute einige Schläge aushalten. Ich hab zusätzlich die LED-Lampe mit Schwimmer montiert, falls ich das Case bei den Wellen aus der Hand verlieren sollte. So hat es mehr Auftrieb. Und bei der stürmischen See dürfte die Sicht unter Wasser nicht allzu dolle sein.

Der Einstieg war sportlich. Hab mir direkt mit der ersten Welle, die mich zurück an die mit haufenweise scharfkantigen Muschelschalen bewachsenen Treppe, die Waden aufgeschrabt. Aber Kamera und Dome-Port konnte vor Kratzern gerettet werden Hab sozusagen meinen Körper geopfert. Der wächst ja zumindest an diesen Teilen nach.

Unter Wasser sieht es gut aus. Das Hausriff vor dem Coral Eye Resort, wo wir vor 10 Jahren waren, habe ich noch etwas spektakulärer in Erinnerung. Aber auch hier sieht alles wirklich noch wunderbar aus! Viele Fischschulen, Korallen soweit das Auge reicht und ein steiler Drop ins dunkelblaue Nichts. Auch bei diesen etwas trüberen Bedingungen sieht das echt geil aus. Da ich ja das Makro-Objektiv drauf habe und eine LED-Lampe, werde ich so nah an den Objekten sein, dass die Sicht eher keine Rolle spielen dürfte. Es gibt hier ein paar wirklich beeindruckende farbige Anemonen. Knall-Lila und giftgrüne. Auch schöne Muscheln, die schon aus mehreren Metern Abstand blau leuchten. Aber schaut selbst! Ich übe weiter mit dem neuen Objektiv gute Ergebnisse unter Wasser zu erzielen. Länger Luft anhalten und vorab den ungefähren Abstand mit der Hand fokussieren hilft mir eine höhere Trefferquote zu erreichen.

Privater Sundowner

Am Abend beruhigt sich der straffe Süd-Ost-Wind etwas und wir laufen ein paar Meter am Strand entlang. Maila und Miri bauen uns mit flachen Steinen eine Beach Lounge mit Premium Plätzen für den Sundowner. Für 500 € pro Person haben wir den Strandabschnitt für uns bekommen und die Sonne geht nur für uns unter. Nennt sich Privat-Beach-Sundowner. Stand so glaub in der Preisliste neben Massagen, Champagner und Premium-Kaffee-Kapseln. Ach ne halt! Hab da was durcheinander gebracht. Wir haben das Armut-Paket genommen. Für umme… noch. Hoffentlich merken das die anderen Gäste nicht, dass man am Strand entlang gehen kann. Und dann die Sonne sogar besser sieht, weil man da um diesen einen großen Baum am rechten Ecke des Resorts vorbeischauen kann. Aber dafür müsste man halt das waghalsige Risiko eingehen und aus der Poolliege heraus, zu Fuß runter an den Strand und dann die Begrenzung des Resorts verlassen. Vielleicht geht aber für 400 € mehr die Nacht die Sonne auch ein paar Meter weiter links unter. Hab die Preisliste nur kurz überflogen.

Marc und die Freyseles

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One comment

  1. Diese Bilder! Wunderschön!