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Day 10 | Ankunft auf Papua

Zwischenstopp Sorong

Früh am Morgen geht es zum Flughafen mit Cesar, dem Grab-Fahrer den wir gestern kennengelernt haben. Unser Flug nach Sorong auf Papua dauert nur eineinhalb Stunden. D.h. wir werden den ganzen Tag am Hotel und in Sorong rumgammeln. Von letztem Jahr haben wir diese Stadt als ziemlich eklig in Erinnerung. Heute bekommt sie eine zweite Chance.


Im Hotel läuft alles super unkompliziert ab. Wir checken wiederum im Swiss-Belhotel ein, weil diese Paläste zwischen 30 und 40 € kosten. Da fang ich nicht das recherchieren an. Wir können sofort auf’s Zimmer und uns warm duschen. Mit so einer richtigen Dusche zum letzten Mal vor unserer abenteuerlichen Reise nach Misool. Außerdem dürfen morgen auch bis 13:00 Uhr drinbleiben, weil unsere Fähre Richtung Pulau Misool erst am Abend um 22 Uhr ablegen wird – so Gott will. Das ist hier wohl mehr Zufall als Fahrplan. Also so wie bei uns in Deutschland das Bahn fahren.

Was tun? Kaffee trinken gehen

Wir holen ein bißchen Schlaf nach. Wir planschen mal wieder im Pool. Wir essen und trinken und essen dann wieder. Also wir. Und dann ist mir langweilig und Miri und ich schlagen uns gegenseitig vor, dass wir nun auch in Sorong einen g’scheiten Kaffee suchen. Hatte ich schon erwähnt wie ekelhaft die Plörre hier schmeckt??
Wir finden auch hier ein kleine Rösterei mit Ausschank und fahren mit dem Grab hin. Hat sich kaum gelohnt, war etwas mehr als ein Kilometer nur entfernt, aber hier sucht man ja vergebens nach so etwas wie Gehwegen. Daher zum Einstieg vielleicht schlauer.

Der Laden heisst Engineering Coffee und ist in eine alte Motorrad-Werkstatt gebaut. Irgendwie witzig. Um es gleich klarzustellen: der Kaffee war super! Für unsere Bestellung waren 6 Männer und Frauen nötig. Eine Kassiererin wurde neu eingelernt. Die hat sich saudoof angestellt. So doof, dass ich ihr am liebsten einfach meine ganzen Millionen von Rupien entgegen geschmissen hätte. Aber sie war nett und sehr nervös. Also hab ich meine Millionen von Rupien zunächst behalten. Und nur 100000 oder 10000000000 oder 010101010101010101 IDR bezahlt. Ich weiß es nimmer.

Und diese ganze Nullen und immer wieder dieser Reis, macht mich auch ganz narrisch. Wir waren auf jeden Fall für ein paar Augenblick eine Zirkusattraktion. Es kommen scheinbar selten bis nie Weiße um die Ecke. Apropos um die Ecke! Schaut mal, was es in der Werkstatt direkt nebenan gab. Nicht Brum-Brum, sondern Zam-Zam.


Und weil wir eh schon losgetrödelt sind, haben wir einfach mal groben Kurs Richtung Hotel genommen und sind zurückgelaufen. Waren also nochmal an fast jeder Ecke eine Attraktion. So ganz glauben kann ich das ja nicht, dass es hier selten Weiße herverschlägt. Immerhin ist Sorong das Tor zu Raja Ampat. Bei Tag kann man den Fluss, die Drecksbrühe, nicht fotografieren. Bei Nacht sieht es hingegen hübsch aus, wenn man die Nase kurz zuhält.

Zuhause sind wir dann müde ins Bett gefallen und haben zusammen noch ein paar Minuten eine Netflix Doku über den Pazifik angeschaut.

Gute Nacht allerseits, ich weiß – heute war’s einfach auch mal normal.

Freyseles

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