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Day 09 | Tangkoko Park & Manado

Ich warne gleich mal vor: dieser Tag wurde lange, viel zu lesen.

Gemotze v2.0

Ich hatte es ja gestern schon kurz anklingeln lassen, dass wir heute den Tangkoko Park auf dem Programm haben. Wir haben einige Hotelangestellte gefragt, ob es sich lohnt, den Park auch am späten Vormittag, beziehungsweise über den Nachmittag, zu besuchen. Üblicherweise starten die Touren nämlich ganz früh am Morgen um 5:30 Uhr, weil zu diesem Zeitpunkt die Tiere im Dschungel sehr viel aktiver sind und sich auch zeigen. Das gilt vor allem für die Vögel. Aber auch die Affen sind vormittags wohl häufiger auf dem Boden anzutreffen. Zur Mittagshitze, ziehen sie sich wohl in den tieferen Dschungel zurück und verharren häufig im Gestrüpp.
Und natürlich haben die uns dann gefragt, ob sie die Tour für uns buchen sollen. Das sei der übliche Ablauf. Wir haben dann gefragt, was es kosten würde und die Antwort war überwältigend. Ich dachte ehrlich gesagt nicht dass man das Zahlen Gewitter noch toppen kann. Doch man kann. Der Ausflug hätte uns drei 375 € gekostet! Vom gegenüberliegenden Festland aus ist es etwa 1 Stunde Autofahrt, circa 65 bis 70 km. Im Park ist man dann bei einem Tagesausflug etwa 2-3 Stunden unterwegs. Herausgefunden habe ich bislang, dass die Park Ranger für die Tour für uns drei etwa 20 € nehmen. Der Eintritt in den Park kostet etwa 10-15 € für uns. Mit der hier üblichen Taxi-App Grab bezahlt man für die Strecke etwa 20 €. Ich frage mich also für die gesamte Dauer des Frühstücks, wie genau man auf 375 € kommen kann, ohne ein lächerlich schlechtes Gewissen zu bekommen? Wenn das Geld dann wenigstens beiden Menschen ankommen würde, könnte ich vielleicht noch damit leben. Aber das Geld landet in der Tasche, von wem auch immer das ganze andere Geld von uns auch schon gelandet ist für eine durchschnittliche Anlage. Meine Frau merkt völlig zurecht an, dass ich es immer noch nicht verarbeitet habe. Nein, ich habe es wirklich immer noch nicht verarbeitet. Miri fügt noch hinzu, dass ich unbedingt erwähnen soll, dass ich nicht 1 Minute auf der Liege gelegen bin. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich kurz drauf saß. Was wir hingegen gemacht haben: wir haben die Liegen den gesamten Tag über blockiert auch wenn wir 3 Stunden am Strand einen Ausflug gemacht haben. So macht man das doch in Hotels, oder nicht?
Okay, egal. Zurück zu meinem immer noch nicht überwundenen Trauma. Wenn ich also alles überschlage, in der Rechnung mit dem Park, komme ich auf maximal 80 €, und das inkludiert bereits den Weg zurück mit dem Taxi!
Also sage ich dem Hotelmanager mehr oder weniger durch die Blume, vielleicht war es auch nur noch durch einen Stängel, dass ich das zu teuer finde und wir nicht mit ihnen die Tour buchen werden. Dafür drehe ich den Spieß um und sage ihm, dass wir den bereits bezahlte Rücktransfer zum Flughafen, den wir ja nicht benötigen, gerne zum Parkgate hätten. Sie haben danach ein bisschen rumgeeiert, haben sich dann aber darauf eingelassen, wenn wir 20 € mehr bezahlen. Warum genau wir jetzt 20 € mehr bezahlt haben, erschließt sich mir auch nicht, da die Entfernung zum Flughafen und zum Park Gate mehr oder weniger gleich sind. Jetzt können wir diskutieren, ob die 5 km mehr 20 € kosten. Am Ende hatte ich aber keinen Bock mehr und hab das stillschweigend akzeptiert. Dafür ging alles nahtlos ineinander über und wir konnten pünktlich um 8:30 Uhr mit dem Boot übersetzen und wurden direkt schon vom Fahrer am Steg abgeholt. Es lief also alles ziemlich gut und wir kamen bereits um 10:00 Uhr am Park an.

Der Tangkoko Park

Für eine normale Parktour ist das allerdings eine richtig doofe Zeit. Wie gesagt, normalerweise starten die Touren früh morgens um 5:30 Uhr. Und die meisten machen dann abends noch mal eine Tour in der Dämmerung, um dann die kleinen Tarsier-Äffchen zu sehen. Die schlafen nämlich tagsüber und sind nachtaktiv. Wir werden sie also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht sehen. Nichtsdestotrotz haben uns viele Leute berichtet, dass man durchaus auch am Nachmittag Tiere sehen kann. Also die Chancen sind nicht null.
Gestern habe ich noch versucht, über WhatsApp einen Guide zu finden. Die größte Agentur wollte uns aber ebenfalls einen Transfer und eine zusätzliche Übernachtung in einer der Lodges, sowie wie es üblicherweise gemacht wird, andrehen. Und als ich ihm gesagt hab, dass wir nur einen Guide brauchen, hat er sie einfach nicht mehr gemeldet. Ich könnte wetten, das war kein Local, sondern ebenfalls nur eine Agentur. Sein Englisch war auch auffällig gut.
Also sind wir einfach auf gut Glück hingefahren. Was ich vielleicht an dieser Stelle noch erwähnen sollte: wie sich herausstellte, hat einer der Mitarbeiter unserem Fahrer gesteckt, dass wir die Tour auf eigene Faust machen wollen, weil sie uns über das Resort zu teuer war. Das sollte sich später noch als glückliche Fügung herausstellen.
Wir stehen also am Gate, und es sitzt noch ein einziger älterer Herr unter einem schattigen Holzdach. Die Dame am Gate diskutiert mit unserem Fahrer eine Zeit lang. Schaut uns an, läuft mehrmals ums Auto und es wirkt alles nicht so, als ob es jetzt problemlos einen Guide gäbe, mit dem wir in den Dschungel kommen.
Irgendwann verstehe ich das Wort Guide in dem indonesischen Gebabbel, und beide schauen zu dem Kerl, der da im Schatten sitzt. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das abläuft wie in Tansania, wo auf einmal jeder zum Bergsteiger wird, sobald er einen weißen sieht. Aber ehrlich gesagt ist mir das jetzt auch egal. Die drei freuen sich und sind sich einig, dass der ältere Herr jetzt ein Guide ist. Wir kommen auf Englisch ins Gespräch. Er heißt Godman und scheint ein wirklich netter Kerl zu sein. Er sagt uns, dass er nur kurz heim muss um seine Wanderschuhe zu holen. Dann kann’s losgehen.
Cool. Die Dame am Gate bietet uns an, dass wir unser Gepäck in ihrem kleinen Häuschen lagern dürfen. Wir tauschen noch professionell die Strandbekleidungen gegen Dschungel-Kleidung – also Flip Flops aus und Turnschuhe an – und da kommt auch schon unser Godman in voller Montur.

Undurchsichtige Strukturen

So, und jetzt wird’s wieder schräg. Auf einmal ist da noch ein junges Mädchen, ebenfalls in voller Dschungelmontur und mit Fernglas ausgestattet. Unser Godman sagt, dass sie uns begleiten wird. Wir wissen nicht so genau, wohin sie hingehört. Godman auch nicht. Das wird sich erst später klären. Wir haben auf jeden Fall mit ihm einen Preis von etwa 40 € vereinbart und die Parkgebühren lagen wie recherchiert bei etwa 13 €. Zusammen also 53 € für uns drei! Jetzt fehlt noch ein Taxi zurück nach Manado…
Und auf einmal ruft uns eine Dame zu, genau in dem Momente in dem wir losmarschierten. Es kommt ein Fahrer, Eduard, der bringt uns für 500000 IDR zurück nach Manado. Waren es 500000 oder 5000000000 oder doch 500000000000000. Diese Nullen. Immer wieder dieser Reis und diese Nullen. Also kurz innehalten. Es sind 25 €. Und da haben wir unser Paket für knapp 80 €. Das lief wie von alleine. Später stellt sich heraus, dass der Fahrer aus dem Nichts auftauchte, weil er der Freund von einem der Mitarbeiter des Resorts ist. Der hat ihm gesteckt, dass wir kommen und vermutlich noch ein Taxi brauchen werden. Und auf der Heimfahrt werden wir noch erfahren, dass die junge Dame sein Tochter ist, die schon auf gut Glück auf uns gewartet hat. Wir waren aber schneller mit unserem Godman. Am Ende haben wir ihr natürlich ordentliches Trinkgeld gegeben. Das war sie nämlich wert. Dazu jetzt mehr.

Ab in den Dschungel

Echsen und Eichhörnchen

Da wir wie erwähnt entgegen den üblichen Zeiten unsere Tour starten, sind wir alleine unterwegs. Hat auch was. Wir laufen etwa 10 Minuten, bis wir die ersten Vögel, Echsen und sogar ein Eichhörnchen über uns entdecken. Gut, das sehen wir auch von unserem Wohnzimmer aus. Also tiefer rein. Die Bäume sind alle sehr hoch und deren Stämme fast alle umschlungen von zahlreichen Lianen. Zum Teil wachsen die Lianen völlig verknotet und willenlos in alle Richtungen. Manche gehen nach oben, manche wachsen zurück zum Boden und bilden dort wieder Wurzeln. Sieht abgefahren aus.

Und dann flüstern unsere Guides plötzlich, während sie in eine Baumkrone spähen. Wir haben Glück und entdecken tatsächlich einen Kuskus, der mindestens 15 Meter über uns an einem Ast hängt. Durch das Fernglas kann man sein Gesicht sehr gut erkennen. Leider habe ich nur ein 70mm Objektiv dabei. Damit sehe ich den Baum. Vielleicht lässt sich digital reinzoomen. Gegen das Licht lässt sich das Kerlchen aber auf diese Entfernung echt schlecht fokussieren.

Kuskus mit Baby

Vögelein

Dann zwitschern ein paar Vögel vorbei. Hab vergessen wie die hießen. Es war aber kein Doppelhorn-Vogel dabei, den wir gerne gesehen hätten. Der ist aber wirklich nur am frühen Morgen unterwegs. Aber die hier sind auch okay. Schwarze Köpfe, blaue Köpfe, rote Köpfe – alles dabei. Bin nicht so der Vogeltyp, aber die hier bleiben erstaunlich lange sitzen. Warten sogar, bis ich sie endlich scharf habe oder die Sonne ihr Gefieder erstrahlen lässt. Links das Weibchen und das Männchen rechts und blau – so wie bei den Menschen.

Yakis

Wir rascheln weiter durch den Dschungel bis das Rauschen des Meeres das Rascheln übertönt. Scheinbar sind wir nahe an der Küste. Unser junger weiblicher Guide heißt übrigens Gloria. Wir haben uns ja unterwegs auch unterhalten. Vermutlich so laut, dass die meisten Dschungelbewohner schon lange vor unserer Ankunft das Weite gesucht haben. Hier sind wir auf jeden Fall gut aufgehoben, weil der Ozean lauter ist als unser Gebabel. Und kaum am Strand angekommen, entdeckt Gloria einen weiteren Kuskus in einem Baum. Auch der ist so weit oben, dass wir ihn nur durch das Fernrohr anschauen können. Cool, schon zwei gefunden. Aber jetzt wird’s noch besser! Während ich mal wieder mit dem Fokus beschäftigt war, winken mir meine Mädels schon ganz hektisch zu! Die sind zwei Bäume weiter mit Gloria und haben tatsächlich eine Großfamilie Yakis entdeckt. Das sind schwarze Affen. Und die sind sogar auf den untersten Ästen eines kleinen Baumes, der wohl leckere Früchte trägt. Ein paar liegen sogar am Sandstrand rum. Ich schleiche mich dazu und bekomme ein paar tolle Fotos. Vor allem aber sind die Äffchen sehr interessiert und beobachten auch uns. Das hier sind wilde Tiere! Nicht zu vergleichen mit den Stadtaffen auf Bali, die einem Geldbeutel, Brille oder iPhone klauen. Sie halten Abstand, aber nicht viel. Einer frisst nur einen Meter neben mir gemütlich eine Frucht. Ein anderer lässt sich plötzlich vom Ast herunter und schleicht hinter Miri und Maila, die beide still sitzen bleiben. Dann setzt er sich direkt hinter die beiden und beginnt zunächst Grimassen zu ziehen. Danach haut er ein paar Posen raus, bei denen sogar unsere beiden Guides lachen mussten. Das ist echt geil! Irgendwann wird’s aber Zeit sie in Ruhe zu lassen. Der große Chef kam an und hat uns schon beäugt und ein paar Mal seine Zähne gezeigt. Dann hat noch einer von oben in meine Richtung runtergepinkelt. Ich glaub sie hatten dann genug von uns. Hier das ganze Affentheater:

Dann ging es zurück in den Wald. Wir waren schon happy! Das hat sich jetzt wirklich gelohnt. Es ist immer wieder toll solche Tiere in der freien Natur und in ihrer wilden Umgebung zu beobachten. Auch wenn hier öfter Menschen vorbeikommen, verhalten diese Tiere sich immer noch scheu und neugierig. Es leben hier unzählige Yakis, die ein riesiges Dschungel-Gebiet als Rückzugsort nutzen können. Die Touren beschränken sich auf einen winzigen Teil des Parks.

Jetzt auch noch Tarsiere

Sollte noch was kommen, verstehen wir das bereits als Bonus. Nach etwa 15 Minuten sind wir wieder tiefer im Wald und stoppen bei ein paar Baumhöhlen, die sich zwischen den vielen ineinander verschlungenen Lianen gebildet haben. Dort schlafen tagsüber nämlich die Tarsiere. Die kleinen, süßen Äffchen mit den großen Glubschaugen. Tatsächlich entdecken Gloria und Godman zwei bewohnte Höhlen in 5 Meter Höhe. Wir können aber nur kurz durch das Fernglas ein Auge im dunklen Versteck erahnen.

Wir gehen noch einmal tiefer in den Wald und plötzlich bleibt Maila stehen. Sie hat einen riesigen Waran entdeckt! Wir haben ihn alle übersehen, weil er still am Boden verharrte. Etwa ein Meter lang und mit typischer Züngelbewegung. Das Talent hat sie dann wohl von Miri. Die findet auch immer Tiere auf Anhieb so gut oder besser als viele unserer Guides. Godman erklärt uns, dass der Waran am liebsten Tarsiere frisst. Deshalb verscheucht er den Kerl. Aber mit respektvollem Abstand. Die Echse scheint also nicht ganz ungefährlich. Ehrlich gesagt weiß ich bis jetzt noch nicht, ob diese Exemplare auch diesen gefährlichen, stark blutverdünnenden Speichel haben, der für Menschen tödlich sein kann. Ich glaub es ist ein Marmor-Waran. Godman lässt mich noch zwei Fotos machen, dann jagt er den Kerl davon. Ganz schön schnell können die Dinger rennen…

Das gute, es gibt Tarsiere, sonst würde der Waran jetzt nicht hier lauern. Und tatsächlich! Wenige Augenblicke später hüpft ein kleines Kerlchen in etwa 2 Meter Höhe aus seinem Versteck und klammert sich an einen Ast. Gott, wie süß! Ehrlich. Wie so ein kleines Joda-Baby. Und er bleibt völlig gechillt sitzen und lässt sich brav von allen Seiten fotografieren. Vielleicht ist er dankbar, dass wir den Waran verjagt haben. Er kam nämlich genau in dem Moment raus, als die Echse im Wald verschwunden war. Maila fand den kleinen auch besonders niedlich. Durch das Fernglas konnte man alle Details an seinem Köpflein super erkennen.

Wunderschöner Dschungel

Mega! Anschließend machen wir uns wieder auf den Rückweg und genießen die Atmosphäre. Die Bäume sind wirklich beeindruckend. Ich hab vergessen wie sie heißen. Die mit den weit und hochkantig auslaufenden Wurzeln find ich besonders hübsch!

Wow. Das haben wir nicht erwartet! Der Park ist durchaus bekannt hier in Nord-Sulawesi und wird, sofern wir das beurteilen können, auch regelmäßig für Reisegruppen angeboten. Wir wissen jetzt natürlich nicht wie es morgens um 5:00 Uhr am Gate aussieht, wenn alle Touren zeitgleich starten. Vielleicht ist da Rush Hour. Aber hier wirkt alles noch sehr gemütlich und verlassen. Wir spüren nichts vom Tourismus oder gar Auswirkungen davon. Hier ist ein kleines Dorf. Es laufen ein paar Menschen rum, die aussehen als wäre das Leben die gemütlichste Nummer. Und ich sehe auch weit und breit keinen Müll, Parkplätze, Shops oder sonst irgendwelche Artefakte moderner Touristik. Das gefällt mir jetzt natürlich wieder. Aber wie gesagt, wir sind jetzt zeitlich komplett konträr zu den üblichen Abläufen hier gewesen.

nach Manado ausschließlich in Kurven

Zurück am Gate wartet schon unser Fahrer Eduard auf uns. Er hat bereits unser Gepäck ins Auto verladen und wartet mit drei kühlen Wasserflaschen. Nice. Wir bedanken uns bei Godman und Gloria für die tolle Tour und geben selbstverständlich auch Gloria ein üppiges Trinkgeld.

8000 Kurven und eine Stunde später kommen wir in Manado an. Vor dem höchsten Gebäude der Stadt, dem Swiss-Belhotel. Was ein Bunker!!!! Für 34 € nächtigt man hier fürstlich. Krass! Das sollte die Bastianos Crew mal als Referenz nehmen. Okay, ich hör schon auf. 15 Stockwerke, der Aussenpool auf der 3. Etage. Unser Zimmer im 11.Stock, ein fantastischer Ausblick in alle Himmelsrichtungen. In die eine Richtung das Stadtzentrum mit der Brücke und dem Hafen. In die andere Richtung einer der Vulkane und endloses Grün. An die Wand will ich mich aber nicht anlehnen. Ab in den Pool, sagt das Kind.

Szeneviertel?

Wir duschen kurz und fahren dann schnell mit dem Grab-Taxi zu einer Kaffeerösterei am anderen Ende der Stadt. Scheint ein „hippes“ Viertel zu sein. Dort gibt es zahlreiche kleine Cafes, richtige, und viele kleine Restaurants. Keine Touristen. Wir kommen vor Sonnenuntergang noch an und uns empfängt ein herrlicher Kaffeeduft! Geilo, gscheiter Kaffee! Sogar aus Nordsulawesi! Ich bestelle einen! Schwarz. Miri fragt nach Iced-Latte-Chai-Chinoa-Strawberry-Ding. Maila kriegt eine Schoki. Schmeckt geil!
Ich bestelle gleich noch für nächste Woche zwei Kilo frischen Arabica aus der Region, Nordsulawesi! Bis dahin muss Maila alle ihre Baby Gläschen und sonstige Riegel weg gefuttert haben, damit wir Platz haben für die zwei Kilo Bohnen. Angesichts der jetzt drohenden Reiskrise, dürfte das kein Problem darstellen.

Tradition: Sushi

Wir ziehen unsere Tradition durch und essen auch in Manado Sushi. Auch hier ist das gar nicht so abwegig, denn heute habe ich gelernt, dass die Unabhängigkeit Indonesiens vor 60 Jahren von den Japanern erlangt wurde. Zwar haben sich hier alle Europäer mal rumgetrieben während der Kolonialzeit, aber ganz am Ende waren es die Japaner, die Indonesien und vor allem Sulawesi besetzt hatten. Das hat jetzt den Vorteil für uns, dass es hier tatsächlich echte Japaner gibt, die echte japanische Restaurants betreiben, und echtes japanisches Sushi anbieten. Es war wirklich gut. Und wie ihr euch vorstellen könnt auch ziemlich billig. Wir haben also 2-3 Großfamilien Fisch aufgegessen.

Marc & die Freyseles

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