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Sulawesi & Pulau Misool

Kleines Vorwort

Hallo ihr Lieben!
Wir führen diesen Blog mittlerweile wie ein kleines Reisetagebuch für uns und die Familie. Aber es ist natürlich schön zu hören, dass so viele aus unserem Freundeskreis mittlerweile mitlesen. Vielleicht können wir euch ja auch dieses Jahr wieder das eine oder andere Mal zum Schmunzeln bringen. 
Also fühlt euch unterhalten und kommentiert auch gerne mal, dann wissen wir wer alles mitliest.

Vor genau 10 Jahren…

Vor genau 10 Jahren standen wir an einem völlig verregneten August-Nachmittag in Süßen am Bahnhof und warteten auf unseren Zug, der uns an den Flughafen München brachte. Jener berühmte Flughafen, der nach König Stoiber nur 10 Minuten von dem Hauptbahnhof entfernt ist. Also 10 Minuten quasi vom Zug in den Flughafen rein. Also wenn man in den Flughafen steigt, steht man sozusagen im Flugzeug oder Flughafen. Auf jeden Fall in 10 Minuten dauert es, bis man am Hauptbahnhof steht. Damals, als die Bahn noch nur 10 Minuten zu spät war.
Und weil Sulawesi einen der stärksten Eindrücke aller Reisen bei uns hinterlassen hat, wollten wir dieses kleine Paradies auch Maila zeigen. Wir sind wahnsinnig gespannt, ob die Unterwasserwelt noch in gleich spektakulärem Zustand ist wie damals. Wir hoffen es auf jeden Fall sehr!

Top Start!

Auf unser Auto fiel ja ein 45m Baum, während wir Augenzeugen eines lokalen Tornados auf dem Hofgut Maxau wurden, der in 2min mal so ziemlich alles zerlegt hat. Zwei riesige Bäume sind in unterschiedliche Himmelsrichtungen umgerissen worden, als wären es Streichhölzchen. Krass. Niemalsnienicht hätte ich gedacht, dass so Riesenbäume derart schnell auf den Boden geschlagen werden können. Eigentlich dachte ich bis dahin, dass man ziemlich blöde sein muss, um von einem Baum erschlagen zu werden. Ich revidiere in kleinlaut! Autoarsch kaputt, eingedrückt, Scheibe eingeschlagen, aber noch Glück im Unglück gehabt. Ein Parkplatz rechts von uns war das Auto vorne Matsch und drei Fahrzeuge weiter wurde ein Tandem daraus. Der Rote ist meiner, kennt ihr ja…

Zurück zum Urlaub…
Letzte Woche auf dem Weg nach Cervo, Italien, ist uns auf der Autobahn bei 120 ein Vorderreifen geplatzt. Die Strähne geht weiter. Der Abschleppdienst war schnell da, saubillig war’s. Es war schließlich Samstagmittag. Und dann haben meine doofen Sportfelgen, die mein Vorgänger cool fand, ein besonders seltenes Maß. Also war es kein Problem. Wir sind dann ein paar Kilometer durch die Pampa, bis uns der Abschleppdienst dann zu einer Werkstatt gebracht hat, die noch die passenden Reifen da hatten. Also Riesenauswahl natürlich. So konnten wir ganz einfach aus dem großen Sortiment passender Reifen den günstigsten aussuchen. Also hat die Werkstatt für uns übernommen aus der beeindruckenden Auswahl an passenden Modellen. War natürlich nochmal sehr günstig. So günstig sind wir selten nach Cervo gekommen.

Aber jetzt passt auf! Auf dem Rückweg sind wir gerade so auf die Autobahn-Auffahrt in Cervo drauf und mein geschundener Audi mit Goldbereifung klingt plötzlich wie ein Rasenmäher. Radlager am Arsch. Die Tachonadel für die Heimfahrt so zwischen 90 und 100. Bei 85 und über 100 Resonanzkatastrophe. Long story short: ich musste 3x raus um kurz zu schlafen, weil ich so derb müde war. Zuhause waren wir dann gegen 4:00 nachts.

Zurück zu Sulawesi

Los ging’s auf jeden Fall mit der Bahn – sollte es. Und zwar heute Mittag schon. Aber…
Gegen 11:00 heute Morgen bekomme ich eine SMS. Auf den Airbus ist wohl ein Baum gefallen, ein geplatzer Reifen oder das Radlager. Ich hab den Überblick verloren. Was ich weiß ist, dass ich jetzt auf dem Weg nach Singapur sitzen müsste, neben mir meinen Mädels. Bin jetzt aber am Esstisch in der Reinhold-Frank-Straße und tippe diesen ersten Beitrag. Mal schauen, ob wir morgen loskommen. Auf jeden Fall wird unser Anschlussflug nach Manado, Sulawesi, ohne uns abheben.
Sollten wir morgen nach Singapur kommen, werden wir wohl dort ne Nacht bleiben.

Dieses Jahr wollten wir die ersten Tage auf Bunaken bleiben und unsere Tauchkünste wiedererlangen. Danach bekommt meine Luxusfrau einen Urlaub, der ihrem Stand gerecht wird. Nach unzähligen Reisen auf Kamelrücken, ohne Wasser auf die höchsten Dünen, Auge in Auge mit den gefährlichsten und größten Meeresbewohner und natürlich vor allem im Schlaf gegen die Ratten kämpfend auf den bloßen Holzlatten liegend, hat sie sich dieses Jahr wirklich wirklich mal einen „normalen“ Urlaub verdient – wie sie sagt. So normal, dass mit einer echten Toilette – mit Spülung – zu rechnen ist. Also eine wirkliche Toilette. Nicht wie die letztes Jahr in Raja Ampat, wo man nach dem Kaka machen dem Häuflein durch die Bretter hindurch zuschauen konnte, wie es zum Fischfutter wurde, das friedlich durch die Mangroven treibt. Jene Fische, die wir dann später zum Abendessen wieder aufgetischt bekommen – mit Reis – REIS – IMMER DIESER SCHEIßREIS!!! Entschuldigt, da bin ich grad in Gedanken gewesen. Auf jeden Fall fanden Maila und ich die auf Stelzen gebauten Holzhütten spektakulär. Alleine schon wegen der morgendlichen Besucher. Angefangen bei den Haien, über Delfine, Schildkröten hin zu Mantas. Das war schon geil. Und immer wieder mal ein Häufchen – nein Scherz. Die haben es nie bis an die Riffkante unserer Hütte geschafft. Die kleinen Mangrovenfische sind hungrig…

Ach herrje, ganz verbabbelt. Also zumindest bekommt Frau Freysele dieses Jahr die teuersten 5 Tage, die wir uns im Urlaub je geleistet haben. Hoffentlich lohnt sich das. Vor 10 Jahren waren wir im Coral Eye Resort, betrieben von einem jungen, wirklich netten italienischen Paar: ein geiles Gebäude, tolles Konzept mit Locals, enorm nachhaltig und Kooperationsprojekte mit dem meeresbiologischen Institut Bologna und Sydney. Mittlerweile verkauft an die Siladen Group, millionenschwer. Nun zahlt man dort für die Nacht so viel, wie ein geplatzer Reifen auf dem Weg nach Cervo kostet – ungefähr. Also keine Option. Wir sind nun nebenan beim Bastianos. Auch sehr schön teuer. Anyway, ein Klo für die Familie. Ein richtiges. Möglicherweise das letzte für den Rest der Reise.

Denn danach wollen wir nochmal nach Raja Ampat, dieses Mal dann aber auf die sehr viel weiter südlich im Ozean gelegene Inselgruppe Pulau Misool. Das Wetter ist dort grad so richtig beschissen, deshalb haben wir noch nichts gebucht. Ich warte mal noch auf die Strähne, die andere.

Stay tuned.

Freyseles

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2 comments

  1. Des isch glasse was du dir so ausdenggt hasch bravo!

  2. Ich lach mich schlapp!
    Ich finde, du solltest Schreiben! Immernoch! Genial!
    Und – Miri! Recht hast du!