Heute gab es keinen Wind, daher haben wir uns zu Fuß ins Hinterland aufgemacht. Dort gibt es eine wunderschöne Naturquelle, ein sansibarischer Blautopf. Nach etwa 20min sind wir angekommen – alles eingezäunt und von irrsinnig krassen und modernen Villen umgeben. Hier entstehen neue Gated Communities. Das sind heftige Entwicklungen, aber wenigstens bauen sie hier mit Stil und schön. Ob das gut geht, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Aber vielleicht dauert es einfach auch noch ein paar Jahre. Für das angesprochene Klientel ist die Stromversorgung und die medizinische Notfallversorgung einfach nicht stabil und sicher genug. Außerdem wächst hier die Schere zu schnell und zu krass auseinander. Mittlerweile findet man sogar Plakate am Straßenrand, die einem Investitionen nahe legen, mit garantierten 10 % ROI. Das sind ja immer kritische Hinweise, dass Bauinvestoren einen Teil des Kuchens wollen. Da geht’s ja dann nicht mehr um gesundes und nachhaltiges Wachsen…
Aber zurück zum Blautopf. Die wollten tatsächlich 20$ pro Person Eintritt nur damit man das Ding mal anschauen kann. Außerdem 10$ Mindestverzehr fürs Restaurant pro Person. Das hätten wir vielleicht noch gemacht, aber von dort hätte man den Pool nicht gesehen. Was ein Reinfall. Da kam der Schwabe raus. Also über 80$ für einem snacken und nen Naturpool sehen? Nope.
Wir haben uns dann unverrichteter Dinge wieder auf den Heimweg gemacht. Nach ein paar 100 m habe ich die Drohne ausgepackt und bin einfach mal rein geflogen. Das würde ich noch mal nicht tun, ich war aber sauer und hab es dann ganz frech gemacht. Viel sehen konnte man allerdings nicht. Muss allerdings gestehen, dass ich das Material auch noch nicht gesichtet habe.
Während ich geflogen bin, haben Miri und Maila die gefällten Papaya Bäume geerntet. Dummerweise waren die alle noch nicht reif, sonst hätten wir einen Fruchtladen aufmachen können.
Umzug nach Jambiani

Unser Aufenthalt im Kivuli geht zu Ende und wir waren sehr positiv überrascht! Nette Leute und zumindest jetzt, vor der Saison, noch ruhig trotz Nähe zu Paje.
Paje selbst hat mir jetzt nicht so gut gefallen. Da fühle ich mich im verschlafenen Jambiani wohler. Da ist die Anbindung an die normalen Dorfbewohner einfach viel natürlicher und man wird eher als Gast oder Expert betrachtet, wenn man um die Häuser zieht.
Nun ziehen wir also nach Jambiani um, in ein Häuschen mitten im Dorf. Es gehört Nick. Er betreibt eine Kiteschule in Jambiani und wir kennen ihn tatsächlich schon viele Jahre. Hier läuft man sich dann doch häufiger über den Weg, wenn man den üblichen lokalen Wochen-Party-Plan einhält. In dem Haus sind üblicherweise seine Kite-Lehrer untergebracht für die Saison. Zeitgleich mit uns kam sein erster Lehrer mit Familie an: Chasta, Chipy und Melodie, ihre 4-jährige Tochter, mit der Maila direkt am Strand spielt.
Die französische Familie ist vom Flug total übermüdet und fällt direkt ins Bett. Wir gehen mit Nick zum neuen Restaurant Geheimtipp. Es war mega lecker und nicht nur das! Kaum sitzen wir am Tisch, kommt David herein, der Besitzer der ZanzibarBar, bei der wir früher immer so gerne vorbeigeschaut haben. Dort hatte ich das beste Essen meines Lebens! Den berühmten Tuna Tataki aus Gelbflossen-Thunfisch. Er macht diese Woche Mittwoch auf – wir haben uns direkt angekündigt. Angeblich hat er auch Tuna Tataki in seinem neuen Restaurant! Denn die ZanzibarBar am Strand musste er schon vor 2 Jahren nach Streitigkeiten mit dem Verpächter aufgeben. Ich bin gespannt!
Public Viewing
Auf unserem Weg durch das Dorf kommen wir an einem neuen Lidl Supermarkt vorbei und an einer Public Viewing Fanmeile, wo ich sogar noch ein paar Minuten der Club-WM anschauen kann. Es läuft das Spiel Bayern gegen Auckland.





