Die immer gleichen Bilder vom Kiten erspare ich uns heute. Es war toller Wind! Daher war der Fotograf heute den Großteil des Tages auf dem Wasser und am Riff in den Wellen. Gegen Spätnachmittag kamen die Mädels von unserer Privatvilla mit Pool zurück. Und ich habe Miri dazu motiviert bekommen mit dem 9er nochmal rauszugehen. Haken an der Sache war, dass der Wind die ersten 100-200m vor dem Strand unglaublich böig war. Manchmal hat es dich halb aus dem Wasser rausgehoben, dann ist innerhalb von Sekunden der Kite in sich kollabiert weil plötzlich Windstille herrschte.
Mit etwas Schwung hätte man diesen Abschnitt schon hinter sich lassen können. Allerdings ist das Starten so nicht ganz einfach. Ich habe also Miri ins etwas tiefere Wasser gerufen und ihr den Schirm gegeben, um die ersten 50m zickigen Wind zu überspringen. Nun ja. Am Ende hat’s geflucht und gemeckert und Schuld war ihr Dauerverlobter – zu recht natürlich!
Long story short: sie und unser Equipment haben’s überlebt. Sie hat das Beste daraus gemacht und den Kite wieder sicher an Land gebracht. Nach ein paar einfühlsamen Worten meinerseits – glaubt jetzt wahrscheinlich keiner – auch zu recht – konnte ich sie davon überzeugen, dass es mir in diesem stark böigen Wind vermutlich auch nicht anders ergangen wäre. Sie kitet jetzt natürlich nie wieder. Bis morgen.
Maila und ich haben dann noch unseren Lenkdrachen ausgepackt und gestartet. Ein paar Bögen konnte wir zusammen fliegen. Aber der Wind war einfach zu zickig und so wollte ich dann auch nicht gleich Mailas ersten Eindruck vom „Kiten“ verderben und wir haben wieder zusammengepackt. Bleibt ja nich genug Zeit und der Wind wird grad von Tag zu Tag besser und stabiler.
Food Court Paje

Nach dem wir den Food Court in Paje mal erlebt haben, sind wir schnell wieder Richtung Süden nach Jambiani weiter. Ist schon nett gemacht. So ein bißchen wie ein Foodtruck Festival, nur statt Food-Trucks sind’s Food-Container. Schön und stylisch angelegt, gefällige Live-Musik und nur Weiße. Kaum zu glauben, da wir mittags am Strand aktuell mehr Masai und Locals sehen, als Weiße. Aber irgendjemand schickt die alle in den Food Court nach Paje. Ist wirklich gut gemacht. Aber mit local food hat das nicht viel zu tun.
Sundowner-Party in der Wow-Villa

Also haben wir uns ein TukTuk geschnappt und sind in die Masai Mara Villa in den äußersten Süden von Jambiani gefahren. Dort ist heute Sundowner Party. Die Sonne ist längst gedownt und übrig blieben etwa 15 Besucher. Wir erkennen gewisse Tendenzen. Es gibt schlimmeres – wir haben nahezu die ganze Anlage für uns. Dort treffen wir Nick, der uns freundlicherweise angeboten hat, dass wir die restlichen Tage hier auf der Insel bei ihm übernachten können. Er ist Kiteschul-Betreiber, hat ein Haus und ein Staff-Haus, welches wir benutzen dürfen. Wir haben ihn hier schon vor Jahren kennengelernt. Eine Whatsapp aus dem Café in Anholt, während es dort so geregnte hatte, und er hat direkt zurückgerufen und uns das Angebot gemacht. Toll und nett! Vielleicht nimmt Miri noch eine Privat-Stunde bei ihm an der Schule. Sind tolle Bedingungen und würde sich sicher lohnen. Mal schauen, ob sie ihre Kite-Karriere reaktiviert.
Marc

