Schade Marmelade.
(Miri) Am letzten Tag auf Aitutaki haben wir uns nochmal aufgerafft um ein letztes Mal auf die Honeymoon Island zu fahren. Dort haben wir auch alle wieder getroffen : Manu, Anela, Roman und Ina waren schon auf dem Boot als wir, wie immer, kurz vor knapp am Hafen ankamen. Marc ging es Gottseidank etwas besser, so dass er sich dort in der Hängematte ausruhen konnte.

(Marc) Es war recht guter Wind, aber zum Kiten war ich definitiv noch zu wackelig auf den Beinen. Also wollte ich Miri dazu motivieren gleich rauszugehen. Alle, die mit uns auf der Insel ankamen, waren nämlich noch ziemlich träge und die gesamte Lagune war leer! Besser kann’s nicht werden: Stehbereich, super leucht-intensives, buntes Lagunenwasser, Palmen-Inselchen und niemand, auf den man Acht geben muss. Ein Kitespot wie gebacken für Miri! Leider gingen meine Motivationsversuch nach hinten los, da Miri beim Aufbau des Kites verunsichert war und nicht als Erste raus wollte. Und da haben sich die Freyseles doch tatsächlich auf der vermeintlich schönsten Lagune der Welt in die Haare gekriegt. Also Miri hat sich in Miris Haare gekriegt – ich hab ja keine. Nach einer kurzen Schlägerei, zwei Würgegriffen und einem Tritt in die Genitalien konnte wir die Meinungsverschiedenheiten nicht klären und Miri ging raus. Glücklicherweise bedeutet hier „viel los“ so viel wie „nichts los“. Dementsprechend hatte sie glaube ich sehr viel Spaß. In jedem Falle war sie so lange auf dem Wasser, wie noch nie. Ich schätze mal, dass sie in Wahrheit versucht hat hart Upwind nach Hawaii zu entkommen, es ihr aber in den 1,5 Stunden nicht gelungen ist. Wie dem auch sei, nach der Kite-Session haben Papa und Tochter eine (fast) neue Mama bekommen. Und von der Miri gibt es jetzt unglaublich schöne Drohnen-Videos, wie sie vollkommen alleine auf der riesigen Lagune von Aitutaki unterwegs ist – wow, wow! Ob das bei mir auch klappt? Also dass ich Stress mache, Kiten gehe und wenn ich zurückkomme, hat meine Verlobte schöne Luftaufnahmen von mir gemacht?

„I wish you a wonderful life“
(Miri) Auf der Insel kam ich ins Gespräch mit einem 75-jährigen sehr netten Mann aus Neuseeland, der alleine am Reisen war und das Wingfoilen ausprobiert hatte.
Er hatte ein so freundliches Lächeln! Als wir auf dem Rückweg waren und ich ihm den freien Platz neben mir angeboten habe, hat er mir von seiner Familie mit seinen 3 Kindern und 6 Enkeln erzählt, von seinen Reisen nach Europa und der Firma, die er leitete. Die Angestellten dort mussten mindestens 3 Wochen Urlaub nehmen, um erholt wieder zu kommen.
Als wir mit dem Boot schon fast am Hafen waren, sagte er mir mit seinem netten Lächeln, dass er mir ein wundervolles Leben wünscht. Klingt jetzt kitschig, aber ich hatte das Gefühl, er hat es wirklich so gemeint. Ich habe ihm den Wunsch natürlich zurück gegeben und er meinte nur: „Das hat er schon!“
„I wish you a wonderful life“
Beim Abschied hab ich ihn dann kurz umarmt und er meinte, dass er sich an mich erinnern wird und das werde ich tatsächlich auch. Klingt jetzt wieder sentimental kitschig, aber dazu sind Reisen da, um solchen Menschen zu begegnen.
Südsee-Prinzessin
(Marc) Auf dem Rückweg vom Hafen sind wir ohne Umwege bei der Schneiderei vorbei, um Maila’s Kleidchen abzuholen, für das sich die Mädels gestern die Stoffe ausgesucht hatten. Maila hat sich beim ersten Blick auf das Kleidchen so sehr gefreut, dass sie direkt losgerannt ist. Die Schneiderin hat es ihr angezogen und dann ist sie los galoppiert und hat irgendwelche Rollenspiele abgefeuert. Ich glaube sie war Wassernok, Elsa und Sternenschweif in Personalunion.


Rückflug nach Rarotonga & Abendessen
(Miri) Nach dem last minute packen (wie immer) leicht gestresst (ich) mit etwas Flugangst (auch ich) in den Flieger zurück nach Rarotonga gehüpft. Unser Rückflug war sehr ruhig und kein Vergleich zum Hinflug! (Marc) Zurück auf Rarotonga haben wir uns von einem sehr netten Taxifahrer nochmal in Tamarinde Restaurant bringen lassen, um unseren Urlaub hier schön ausklingen zu lassen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob nach 2 Tagen Magen-Darm-Infekt ein rohes Stück Gelbflossen-Thunfisch schlau war, aber ich hatte jetzt Lust darauf.
Marc & Miri mit Insel-Prinzessin

