Marc’s Tag

Der Tag heute ist aus meiner Perspektive schnell erzählt. Ich hab höllische Gliederschmerzen, Fieber und wie schon gestern den ganzen Tag latente Übelkeit. Ich tippe auf das Wasser oder die Fischburger-Mayo von vorgestern. In jedem Falle liege ich wirklichen den gesamten Tag flach. Und wer mich kennt, weiß, dass es mir dann nicht gut geht. Hab es kaum ins Bad geschafft und abends sogar freiwillig ne Ibu genommen, was ich sonst auch nie mache. Nun ja, wie immer halt. Ich bin irgendwie froh, dass es am Ende auf den Reisen meistens mich erwischt und nicht meine Mädels. Die durften daher heute einen Mädelstag verbringen, von dem euch gleich Miri noch erzählen wird.
Verrückte Geschichten aus dem Paulanergarten
Da wir heute ein bißchen Platz haben, erzähle ich mal eine der vielen verrückten Geschichten, die wir hier die letzten Wochen erzählt bekommen und erlebt haben.
Vorgestern baue ich in der Lagune von Aitutaki meinen Kite auf und lege das Board ab, da kommt ein Neuseeländer auf mich zu und fragt mich, wo ich das Board her habe. Jenes Board, das ich vor 2 Wochen Glen abgekauft hatte, dem Australier und Betreiber des Kite Tonga Resorts auf Ha’apai, der sich nach einem Bier mit mir erbarmte. Ich hatte ja erzählt, dass es sein erstes Board war, das er sich von einem Freund bauen ließ. Vor vielen Jahren, in den Anfangszeiten des Kitesports in den späten 90ern. Er war wohl einer der Ersten, die seinerzeit mit dem Sport hier unten angefangen hatten. Er erzählte mir auch, dass er das Board irgendwann verkaufte. Jahre später erhielt er von einem Kumpel die Nachricht, dass es auf einer Online-Verkaufsplattform zum Verkauft stünde. Eben jenes sehr auffällige Custom-made Board. Also hat er es wieder zurückgekauft von jemand vollkommen anderem, um es dann einem Freund zum 40. Geburtstag zu schenken. Der wiederum hat mit dem Sport nie wirklich angefangen und so war das Board schließlich wieder in seinem Besitz und endete im Palmen-Verschlag inmitten all dem anderen Kite-Equipment auf Uoleva, Ha’apai. Da kam ich mit meinem kaputten Board daher und brauchte dringend ein neues. Er trinkt ein Bier mit mir, hat Mitleid, verkauft es mir, jedoch nicht ohne vorher eben diese Geschichten über das Board zu erzählen.
Und nun zurück zum Strand von Aitutaki vorgestern! Jetzt ratet mal wer mir völlig verwundert die Frage gestellt hatte, wo ich das Board her habe? Es war doch tatsächlich der beste Freund und Nachbar von dem Board-Bauer, den er seit über 40 Jahren kennt! Und er hat auch das Board erkannt, das damals für Glen gebaut wurde. Die Welt ist manchmal klein.
Marc
Miri’s & Maila’s Tag
Tag 2 an dem Marc leider mit Fieber und starken Gliederschmerzen flach liegt. Er lässt sich nicht zum Krankenhaus überreden und schläft sich lieber in unserer Unterkunft gesund – hoffentlich. Morgen geht unsere Reise nämlich weiter.
Maila und ich frühstücken jedenfalls erst mal gemütlich und versuchen, wie jeden Tag, die diebischen Vögel davon abzuhalten unsere Früchte und den Toast zu klauen. Die sehen übrigens exakt wie Comic-Diebe mit Augenbinde aus. Danach beschließen wir eine Runde an unserem Strandabschnitt schwimmen zu gehen. Maila übt das Schwimmen, auch wenn das Wasser nicht ganz so türkis ist und wir ab und zu – versehentlich- auf eine der vielen Seegurken treten. Nach der anschließenden Dusche gibt’s Pizza von gestern und wir hören Hörbuch bzw. lesen eine Runde. Dann ist auch mal wieder Waschtag angesagt und ich hänge die Wäsche schnell noch auf, bevor ich mich auf den Weg zur Wasserstation mache, um für die Familie Wasser zu holen.
Ein Gewand für die Insel-Prinzessin


Auf dem Rückweg halte ich mit dem Roller an einem kleinen Shop mit Kleidern. Maila wünscht sich unbedingt ein Urlaubskleid. Leider gibt es nur Ware aus Indien und die Kleider sind Maila vermutlich zu groß, aber die nette Verkäuferin gibt mir den Tipp mal nebenan bei der Schneiderin zu fragen. Letztlich bin ich dann schnell heimgedüst, um Maila abzuholen, da sie natürlich für ein maßgeschneidertes Kleid dabei sein musste. Sie hat sich den Stoff ausgesucht und wurde vermessen. Am nächsten Tag sollte das Kleid fertig sein und wir sind schon sehr gespannt. Auf dem Rückweg haben wir dann noch Abendessen eingekauft (Spaghetti und Tomatensoße) und die uns dann zu Hause schmecken lassen. Für Marc gab’s Nudelsuppe.
Für einen Tag an dem wir nichts vorhatten außer gesund werden war doch ganz schön viel los.
Miri & Maila

