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Day 05 | Sea Garden & Ankunft Bangka

Der Morgen im Sea Garden

Heute Morgen sieht die Welt schon viel besser aus! Mailchen wacht mit guter Laune auf und zum Frühstück gibt es Pfannkuchen. Wir packen unsere Sachen noch ein bisschen zusammen – was in diesem Urlaub sehr viel schneller geht, weil wir deutlich weniger Gepäck dabei haben. Nach dem Frühstück hüpfen wir ins Meer und versuchen unser Glück am Hausriff.
Die Strömung heute Morgen ist schon ziemlich stark. Deshalb schleppen wir Maila ein bisschen ab. Sie hat zur Sicherheit auch eine kleine Schwimmboje dabei. Weil jetzt grad Flut ist, müssen wir relativ weit raus und so sieht man uns auch gut mit der orangenen Boje an der Wasseroberfläche. Denn ab und zu fahren hier auch Boote mit Tauchern vorbei. Viele sind es aber seltsamerweise nicht. Obwohl viele der Unterkünfte auf Bunaken ausgebucht sind, spürt man nicht so arg viel davon. Bei uns ist es völlig ruhig.
Die Sicht ist ganz gut und wir sehen sehr viele Fische schon vor der Wall. Maila entdeckt bestimmt 1000 Seesterne, blaue, orangene, und bunte. Außerdem entdeckt sie noch einen Kugelfisch und einen Trompetenfisch, der relativ groß war. Außerdem haben wir noch einen riesengroßen Zackenbarsch gesehen. Also Maila fand ihn riesengroß. Die Dinger können ja wirklich riesengroß werden. Aber der hatte so 1/2 m. Also groß, aber nicht riesengroß.
Und nach unserer miesen Strähne mit dem Flugreiseverkehr sieht das ganze Unterwasser sehr viel besser aus für uns. Die Franzosen, die uns heute Morgen entgegen gekommen sind, haben berichtet dass sie leider keine Schildkröten gesehen haben. Wir wiederum haben nicht nur eine entdeckt, die relativ nah bei uns war und im offenen Meer geschwommen ist, sondern auch noch eine zweite kleinere auf dem Rückweg. Die Vielfalt an Korallen ist immer noch toll und kurz vor der Riffkante sind die Bestände auch wirklich noch sehr gesund. Man sieht eigentlich alles. Es gibt kleine Anemonen, in denen sich Clownfische und diese schwarz-weißen artverwandten Fischlein verstecken. Es gibt bunte Korallen in allen Farben und auch große Steinkorallen. Außerdem viele Schwämme direkt an der Riffkante, die sich mit der starken Strömung bewegen; wie lange Haare im Wind. Das sieht schon echt toll aus! Alles in allem also ein richtig toller Schnorchelausflug!

Eine Analyse, hochgradig unwissenschaftlich

Und es ist schön zu sehen, dass sich auch nach zehn Jahren zumindest hier noch nicht viel verändert hat. Es muss andere Gründe haben, warum anderswo auf der Welt die Korallen so schnell sterben. Ich habe gestern noch mit einem Local gesprochen der meinte, dass es damit zu tun hat, dass vor Bunaken das Meer sehr schnell und tief abfällt und durch die starken Strömungen stetig frisches und sehr kaltes Meerwasser durchgespielt wird, mit der Flut. Dadurch können die Korallen auch etwas höhere Temperaturen zur Ebbeperiode gut überstehen. Ich muss aber auch feststellen, dass die Verschmutzung sich in Grenzen hält. Das kennen wir von Lombok beispielsweise ganz anders. Da war der ganze Strand und das Meer zugemüllt und das schon vor zehn Jahren. Hier sieht es wiederum eigentlich ganz gut aus. Auch an Land! Sowohl die Anreise von Mando an den kleinen lokalen Hafen, als auch direkt auf Bunaken, sieht man wirklich wenig Plastikmüll rumliegen. Das kenne ich aus Indonesien anderenorts auch sehr viel schlimmer. Vielleicht ist es lokales Bewusstsein hier, weil viele vom Tauchtourismus leben, vielleicht hat es damit zu tun, dass die Menschen doch langsam beginnen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Man sieht auf jeden Fall immer wieder mal Plakate, die auch darauf hinweisen, dass der Plastikmüll recycelt werden kann. Wo genau das passiert und wie, muss ich mal noch nachschauen da wäre ich jetzt mal noch sehr skeptisch, aber zumindest liegt das Zeug nicht mehr so exzessiv in der natur rum.

Baustelle vor der Insel Bangka

Auf dem Weg rüber auf die vorgelagerte Insel Bangka, stecken wir in einer Baustelle fest. Ein Abschleppboot, eines dieser Dinger, die auch die großen Containerschiffe ein-, aus- und umparken, schleppt ne Baustelle übers Meer. Das Abschleppseil, sollte man diese Dinger so nennen, ist ungefähr einen halben Kilometer lang. Also jetzt ohne Witz! Die Leine war eeeeeeeewig lang. Und so mussten wir um die gesamte Baustelle umkurven. Maila hat sich noch gefragt was da gebaut wird. Und ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung was das gibt?! Kohle aus Bangka’s Kohleminen?? Eher nicht. Haben die Sulawesen möglicherweise auf Bangka Dreck gefunden?? Irgendwie besonderen Dreck. So wie der Dreck von Jack Sparrow? Also noch bin ich ratlos. Am Abend fuhr die gesamte Baustelle aber nochmal vorbei, dieses Mal leer. Ohne den Dreck und ganz romantisch durch den Sonnenuntergang. Herrlich. Also herrlich, muss ich sagen.

Bastianos Dive Resort

Ganz untypisch für die Freyseles, nächtigen wir 4 Nächte in einem sehr teuren Luxusbunker. Da wir erst gegen 16:30 Uhr bei extrem starkem Wind und wildem Wellengang angekommen sind, war Miri schon ein bißchen angezählt. Die Autofahrt von der anderen Seite der Insel zum Pier war auch ein wilder Ritt. Das kennen wir ja schon, aber jetzt hab ich zwei, denen es schon nach 5 Minuten schlecht wird. Ich muss allerdings an dieser Stelle zugeben, dass diese „Straßen“ echt auch Endgegner für alle sind, die mit Reiseübelkeit zu kämpfen haben. Es geht rauf und runter und rüber und ausschließlich Kurven. In Sulawesi haben sie die Geraden noch nicht erfunden. Die sind noch dabei die Kurven so derart zu optimieren, dass man dadurch quasi schneller, nach 10 Minuten vom Münchner Hauptbahnhof schon direkt im Flughafen mit dem Zug losfliegen kann. In Kurven, versteht sich.

Zurück zum Resort. Wir kommen an, werden nett in Empfang genommen und sehr ausführlich durch die Anlage geführt. Manch einem zu ausführlich. Aber das ist wohl in diesem Preis inbegriffen, kenn ich ja nicht so. Weiß jetzt auch wieder warum. Sieht prinzipiell alles sehr schön aus. Einen Infinity-Pool gibt’s auch. Maila freut’s. Ich find sowas ja immer doof. Und andere finden es doof, was ich so alles doof finde. Der Pool ist zu. Wegen Wind. Oder wegen der Baustelle. Man weiß es nicht, warum der Pool zu ist. Manch eine findet es doof.

Unser Bungalow ist schön, so ein halbrundes lustiges Holz-Cottage, das in alter traditioneller Art gebaut wurde. Alles hübsch, kein Ding. Es gibt wirklich nichts zu meckern. Allein die Preis-Rechtfertigung suche ich noch. Ich kann es jetzt schon mal verraten: ich werde sie vermutlich auch noch morgen suchen. Denn beim Abendessen haben wir sie auch nicht gefunden. Nicht falsch verstehen!! Es war gut! Es ist auch alles hübsch. Aber gestern war es auf gar keinen Fall 80% schlechter… und bis jetzt das Luxusresort nieeeeeeeeeemals 370% besser.

Aber nur deshalb – und wirklich nur deshalb – mache ich jetzt dieses Fass auf! Selbst Miri ist da meiner Meinung! Selbst Miri!

So, das war’s für’s Erste. Jetzt gehen wir mal wirklich früh ins Bett, denn in diesen Luxus Resorts gibt’s nur Frühstück bis 9:00! Auch das kennen wir noch nicht. Toll ist das. Also Wecker stellen…
Ich will ja nichts sagen (doch will ich), aber gestern haben wir einfach noch alles frisch um kurz vor 11:00 bekommen, als alle schon längst weg waren. Gut, war halt so ne Proletarier-Absteige 😉

Gute Nacht! Mein Mailchen zieht mich schon unter die Bettdecke, weil die Klimaanlage – so etwas gibt es dann bei diesem Luxus immer dazu – so kalt macht, dass man sich zudecken muss…

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