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Day 11 | Sonntag, schon wieder

Nix los im Königreich

Der treue Leser kennt’s ja schon – es ist Sonntag und sonntags geht im Königreich mal so gar nichts. Eigentlich wollten wir in die Kirche laufen. Das ist ein kleines Stückchen auf der einzigen kleinen Schotterstraße, die es auf dieser Insel gibt. Nach 10min waren wir schon halb durchgegrillt und Maila und ich waren bereits völlig durch. Da es Miri’s Idee war, hat sie sich nichts anmerken lassen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihr auch viel zu heiß war in der prallen Sonne. Irgendwann ist sie uns vorne davon gelaufen und Maila und ich sind von Schatten zu Schatten gehüpft. Maila meinte irgendwann: „Siehst du Papa, ich hatte doch recht! Es ist viel zu heiß!“

Ich wäre eigentlich auch widerwillig gerne zu den Kirchen gelaufen. Aber heute morgen beim Aufstehen habe ich schon bemerkt, wie elendig es mir geht. Ich habe gestern definitv viel zu viel Sonne auf die Platte bekommen. Und weil es wolkig war, habe ich mich leichtsinnigerweise nicht eingecremt. Außerdem war ich zu lange draußen und bin viel zu viel durch die Gegend gehüpft. Kurzum, ich war völlig im Eimer und hatte glaub auch Fieber von der Überhitzung.

Auf jeden Fall haben Maila und ich beschlossen umzukehren. Miri ist dann alleine ins Dörfchen weiter. Auf dem Rückweg haben wir noch Ute getroffen, eine lustige Solo-Reisende, die sich gerne mit Maila unterhält. Wir haben sie die Tage zuvor schon beim täglichen Sundowner kennengelernt. Auf halbem Wege zurück haben wir im Dschungel Lilly’s Pferde entdeckt. Eines davon war gerade damit beschäftigt eine ziemlich große Bananenstaude zu fällen. Das ist dem Pferdchen auch gelungen. Dann hat es wie wild den Stamm auseinander genommen, um an das süße Innere zu kommen.

Wir haben Miri mit großen Palmenblättern einen Pfeil gelegt, damit sie weiß wo wir sind. Die erste Wasserstelle konnten wir dann schließlich im Sandy Beach Resort, das für die Reichen, finden und haben erst mal kräftig Wasser getrunken. Das haben die gut organisierten Freyseles nämlich gar nicht mitgenommen für ihre Tochter und sich selbst. Als ich da so auf dem Sofa lag merkte ich erst so richtig, wie mies es mir geht.

Nach ein paar Minuten Pause sind wir dann zurück in unsere Hütte und ich habe den halben Nachmittag geschlafen. Maila war ganz süß und hat mir irgendwann ihre Badehose im Meer nass gemacht und auf meine Stirn gelegt zum Kühlen.

Tägliche Routine im Paradies

Der restliche Tag ist wieder schnell erzählt: Papa schläft sich gesund, Maila hört spannende Geschichten, Mama liest ihr Buch. Am frühen Abend geht’s mir schon deutlich besser und wir genießen die wunderbare Stimmung zum Sonnenuntergang auf dem Weg zur Happy Hour im Sandy Beach Resort. Die Barkeeper kennen Maila mittlerweile schon und daher bekommt sie jeden Abend einen Sunriser Cocktail ohne Alkohol. Bei gemütlichen Gesprächen, schöner Lichtstimmung und viel Flughund-Aktivität klingt der heutige Sonntag langsam aus.

Habt einen schönen Tag, Marc

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One comment

  1. Gute Nacht und dann einen schönen Mittwoch.
    Bin gerade Blumen gießen und genieße deinen Bericht am Laptop und auf meinem Handy.
    Mirjam ,warst du doch nicht in der Kirche?