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Day 06 | Matafonua Lodge

Einmal ist bekanntlich keinmal. Und so ungefähr fühlt es sich auch grad für uns an. Andererseits ist es seltsam jetzt wieder hier zu sein. An dem Ort, den wir mit so starken Emotionen verbinden. Heute war direkt unser erster Bootstrip bei bestem Wetter. Maila war fest entschlossen wieder in den Pazifik zu hüpfen und so waren wir guter Dinge. Man konnte bereits vom Strand aus zahlreiche Blows und Wal-Arschbomben beobachten. Einige Seitenflossen haben uns sogar zugewunken, als wollten die Wale sagen: „kommt ihr mal“.

Und kaum waren wir auf dem Boot, haben sie sich fast alle verkrümelt und sind abgetaucht. Nach ein paar Minuten waren wir dann einer Buckelwal-Mama mit Kälbchen auf der Spur. Die hatten jedoch keine Lust mit uns zu schwimmen und sind immer weggetaucht. Und so haben wir sie in Ruhe gelassen. Überall haben wir winkende Seiten-Flossen und springende Wale gesehen, aber keiner hatte Bock mit uns zu schwimmen. Dafür war aber das Spektakel über Wasser umso beeindruckender!

Maila war total fasziniert und ich hatte den Eindruck, dass sie es dieses Jahr noch intensiver erlebt. Das ist echt abgefahren, wenn man mit dem Boot hier an der Küste dieser kleinen, mit Palmen gesäumten, Inseln entlang fährt. Wie verloren oder vergessen spickt die grüne Vegetation knapp über den Meeresspiegel. Rundherum nichts als Pazifik und unglaubliche viele Buckelwale. Das ist einfach geil!

Und als wir nach knapp 4 Stunden ohne einmal im Wasser gewesen zu sein schon auf dem Heimweg waren, tauchte da plötzlich wie aus dem Nichts eine Mama mit ihrem ganz jungen Kälbchen auf. Sie blieb ganz ruhig an der Wasseroberfläche als wir uns näherten. Und dann bekamen wir das „Go“ und durften leise und vorsichtig an die beiden heranschwimmen. Maila war auf Miris Rücken und ich hatte die große Kamera mit dabei. Die Sicht Unterwasser war heute nicht ganz so gut und durch die schon recht tief stehende Sonne, haben sehr viele Schwebeteilchen im Wasser reflektiert. Trotzdem war es wahnsinnig toll die beiden Riesen auf etwa 4 Meter Entfernung beobachten zu können. Maila war ganz cool. Selbst als dann irgendwann die Eskorte dazukam. So nennt man den Buckelwal-Bullen, der oft Mama und Kälbchen zum Schutz begleitet. Er hat etwa 8 Meter entfernt zwei-, dreimal mit der Seitenflosse auf das Wasser geschlagen. Das dient der Kommunikation untereinander, kann aber auch eine Drohgebärde sein, um seine Familie zu beschützen. Also gab der Guide das Kommando zum Rückzug und wir sind dann ruhig zum Boot zurückgeschwommen und konnten die Familie noch wegtauchen sehen.

Ein großartiges Erlebnis mit Miri und Maila zusammen! Es ist auch beim zig-ten Male nicht weniger beeindruckend, auch wenn man dann schon ein bißchen weiß, was auf einen zukommt – im wahrsten Sinne des Wortes. Miri und ich sind auf jeden Fall beide im Wasser entspannter, als letztes Jahr. Das hilft sehr dabei die Konzentration zu behalten.

Hier noch ein paar Impressionen von unserem Tag heute. Eines der wild hüpfenden Kälbchen, das aber leider auch keine Lust hatte mit uns zu baden. Mama Buckewal hat es immer wieder abgeholt und ist davon geschwommen.

Unser Häuslein

Ach ja, das hier ist unsere kleine Hütte. Vom Fenster aus, keine 6 Meter entfernt, ist schon der Sandstrand mit der Lagune nach Osten. Nicht dass es jetzt sonderlich relevant wäre in diesem Ambiente – aber das Essen hier ist wirklich unglaublich gut! Gestern gab es Mahi-Mahi, ein sehr großer Raubfisch. Meines Wissens eine Makrelen-Art mit weißem festem Fleisch. Sehr, sehr lecker! Und heute gab es Thunfisch, perfekt als Tataki zubereitet. Dazu frisches Kartoffel-Püree und selbstgemachte Teriyaki-Soße. Ich muss es leider nochmal sagen: schwer vorstellbar ein perfekteres Fleckchen Erde zu finden in dieser Kombination aus Kitespot mit wunderschöner Lagune vor dem offenen Pazifik, hunderte, wenn nicht tausende Wale vor der Küste, wunderschöne Strände mit glasklarem Wasser und nicht zuletzt auch noch hervorragendes Essen. Schwer zu toppen!!!!

Maila hat sich im Laufe des Tages mit den Kindern der neuseeländischen Reisegruppe angefreundet und war ständig beschäftigt. Es gab sogar einen Kindertisch fürs Abendessen und Maila hat tatsächlich Fisch gegessen. Langsam glaube ich ihr doch, dass sie in der Kita nicht verhungert ist.

Was ein Sonnenuntergang

Am Abend sind wir dann noch rüber zum Sundowner in die andere Lodge – die für die Reichen. Und dort gab es zur Belohnung eines ersten unglaublichen Tages einen Sonnenuntergang, den KI nicht kitschiger hätte generieren können!

Während ich diese Zeilen am späten Abend tippe, geht über der Lagune der Mond auf. Hier sieht man übrigens die obere Hälfte des Mondes schattiert. Alle schon im Bett und es ist ein Träumchen. Wäre es nicht so weit weg, ich würde hier jedes Jahr herkommen! Wobei…
Was ein Tag – und dabei war es erst unser erste Ausflug! Ach ja, seit heute wissen wir, dass unser Gezocke aufging! Wir haben saumäßiges Glück! Es gab eine Stornierung passend zu unserem Aufenthalt hier und wir konnte um eine Woche verlängern. Wir freuen uns riesig!

Marc

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2 comments

  1. Glückskinder!

  2. 🐳🐋😎🇹🇴☀️🌇