Sansibar! Ab wann bekommt man denn die Staatsbürgerschaft?
Ich frage mich am Immigration-Schalter, ab wann wir eigentlich die tansanische Staatsbürgerschaft bekommen. Vielleicht gibt es hier so etwas wie Staatsbürger-Bingo? Auf jeden Fall sind so viele Sansibar-Stempel drin, dass wir mit unserem neuen Reisepässen wieder von vorne beginnen müssen. Miri hat uns vor dem Einsteigen ins Flugzeug an unser kleine Ritual erinnert – alle kleinen Finger an die Flugzeug-Außenseite. An irgendwas muss man ja glauben. Am frühen Morgen werden wir von der Durchsage unseres Flugkapitäns geweckt. Der Kilimanjaro ist in Sichtweite. Tatsächlich noch über 200km entfernt, dennoch überdeutlich sichtbar. Er überragt aus dem Nichts weit die Wolkendecke. Oben kann man mit dem bloßen Auge die Gletscherkuppe sehen. Mein Bear Grylls-Gefühl kommt wieder auf! Sören, Yannic, Marvin …!
Diese Zeilen tippe ich grad auf einem schiefen Holzstuhl aus tansanischem Holz, während ich mit meinem beeindruckend großen und hässlichen Zeh im weißen Puderzucke-Sand von Sansibar baggere. Das Ganze könnte ein mega Opener sein, wäre da nicht das beschissene Wetter, das uns heute empfangen hat. Während es in Karlsruhe 28 Grad hat und die Sonne lacht, macht sich hier die Spotify-Playlist über uns lustig, in dem sie einen alten Toto-Klassiker aus den 80ern als Bossa Nova Version trällert:
„It never rains in Africa“

Hier schüttet es wie aus Kübeln und unseren Erkundungs-Spaziergang ins lokale Dörfchen Paje mussten wir bereits nach 200m abbrechen, weil wirklich nichts passierbar war. Alles stand mehr als 20cm unter Wasser. Selbst die kleinen Minibusse und Motorräder versinken beim passieren bis an die Oberkante der Räder in den Teichen. Man merkt, wir befinden uns in der Übergangszeit zur Dry-Season. Also noch nicht so ganz dry.
Unsere Unterkunft für die ersten 3 Nächte
Mal was Neues für uns – statt Jambiani haben wir uns dieses Mal für Paje entschieden. Es ist eh noch sehr früh in der Saison und die „Massen“ sind noch gar nicht hier. Daher wollten wir mal näher am Puls der Südost-Küste sein. Es pulsiert noch nicht so viel, was wir sehr gut finden. Gut 10min zu Fuss sind wir vom Örtchen Paje entfernt in einer sehr schönen, kleinen Unterkunft. Unsere kleine Villa ist günstig und wirklich top ausgestattet!

Später am Nachmittag reisst es urplötzlich auf, der Regen stoppt innerhalb von wenigen Momenten und die Sonne scheint, als habe das Wetter des bisherigen Tages nie stattgefunden. Verrückt. Maila hat natürlich gleich wieder Kontakte geknüpft und einen Masai zum Muscheln sammeln verhaftet. Ich habe ihr vorgeschlagen einen die Muscheln dann wieder an die Masai zu verkaufen, die damit ihren Schmuck herstellen.

Marc






2 comments
Ed Sherran aus Wachs? 🍀 🎸
Ach, der war aus Wachs?