Kayak, Haie und Rochen
Eines gleich vorneweg, bevor wir ins Erzählen kommen: Dieser Ausflug in die Unterwasserwelt heute war fantastisch! Wir hatten sehr viel Zeit mit den Haien und Rochen. Die Lagune war anfangs noch fast menschenleer und das Wetter hat auch mitgespielt. Es war einfach großartig!

Da es so wunderbar vor unserer Haustüre liegt, haben wir beschlossen heute mal noch früher auf die Lagune rauszupaddeln. Um 8:30 Uhr waren wir schon auf den Kayaks und mit die ersten am Riff. Wie schon die Tage zuvor waren die Kayaks kaum angebunden, umkreisten uns schon die Haie. Maila hat heute mal den Neo an, damit sie nicht gleich anfängt zu meckern, dass das Wasser zu kalt sei. Sie schnorchelt eigentlich prima, aber nach 10 Minuten ist die Geduld von Mailchen aufgebraucht und es muss was anderes her.














Und so habe ich mich mit meinem Wassermodell Mirjam beschäftigt. Ich wollte ein Foto mit ihr und einem Hai oder Rochen machen. Haie und Rochen sind hier allüberall. Es sollte also eine leichte Übung für mich, Szenefotograf, werden. Meinen präzisen Anweisungen zu Körperhaltung, Gestik und Mimik konnte das Modell nicht folgeleisten. Es war zu viel Angst im Spiel und wenn es drauf ankam, hat das Modell in die falsche Richtung geschaut. Wie von einem Piranhaschwarm verfolgt, ist ihr Körper in abrupten und grazilen Bewegungen jedem einzelnen Pirhana ausgewichen und stets so, dass nie möglich war Körper und Hai in einem Bild abzulichten. Leider hat sie daher keine Rose bekommen.
Fotoshooting mit Hai – Gegegendarstellung (M. Frey aus K.)
Bei der zweiten Rochen-Hairunde hat Maila sich lieber gleich in das Kayak zu mir gesetzt. Hochmotiviert war der Starfotograf gleich am Werk und ist in die Tiefen zu den furchterregenden Haien abgetaucht ohne Rücksicht auf Verluste. Maila und ich wurden dann vor den Wassertieren trapiert und sollten sich auf den völlig vorhersehbaren Wegen (nicht) so bewegen, damit das perfekte Bild entsteht. Maila hatte schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr drauf und ich habe dann – nachdem ich sie im Kayak abgesetzt hatte – wie ne Irre versucht Marc’s Anweisungen Folge zu leisten und dabei meinen mit Wasser gefüllten Schnorchel (weil kaputt) zu ignorieren und gleichzeitig zu verstehen was Marc mit Schnorchel im Mund auf mich einredet. Als mein Verlobter dann ignoriert hat, dass unsere Kayakleihzeit zu Ende ist und wir zum Treffpunkt mit den Schweizern zurück sollten, bin ich mit Maila schnell zurück gepaddelt. Es sind auch eh die ganzen Touriboote angekommen.
Natürlich waren wir dann zu spät bei den Schweizern und alle schlecht gelaunt. Man sieht es wird Zeit, dass wir wieder nach Hause gehen und uns wieder richtigen Problemen widmen.
Gegendarstellung der Gegendarstellung (M. Eisele aus K.)
Lügenpresse! Lügenpresse!
Gemütliches zweites Frühstück und Packen
Nach einem weiteren tollen Schnorchelausflug mit vielen ganz nahen Begegnungen mit Black Tips und Adlerrochen sind wir ein letztes Mal zurück zu unserem Häuslein für ein zweites Frühstück. Der Kühlschrank musste leer gefressen werden vor unserer Abreise – ist uns fast gelungen. Dann wurde gepackt und wir haben uns zum ersten mal viel zu früh auf den Weg zur Fähre gemacht. Unterwegs noch einmal an einem Strand falsch geparkt, während wir kurz ein, zwei Fotos gemacht haben, da kam scho die Polizei mit Tatütata – wegen Falschparkens! Die nehmen das sehr ernst, sonst passiert halt auch nichts. Dann nochmal angehalten, weil die Smoothie-Bar zu lecker aussah. Und, ja, dann kamen wir zum ersten Mal in den Genuss pünktlich bei einer Abfahrt zu sein. Wahnsinn, so ist das also. Okay, langweilig.


Marc

