Mkay, wir sind auf Aitutaki

Unsere Wette mit der Umbuchung der Flüge ging voll auf! Während es auf Rarotonga noch 2 Tage fieses Wetter gibt, haben wir heute endlich wieder Sonne. Wir sind auf Aitutaki! Ich kann es ja immer noch nicht so recht glauben in welch dichtem Takt wir grad unsere Traum-Reiseziele nacheinander abhaken. Wahnsinn. Die ganze Nacht über hat es noch geregnet nach unserer Landung hier und Punkt 8:00 Uhr zum Frühstück aufgehört. Ich habe gestern Nacht noch das Wasser-Taxi auf die sogenannte Honeymoon Island klar gemacht. Dort ist nämlich der Kite Spot. Wenn man den ganzen Kite-Magazinen glauben schenken möchte, der schönste der Welt.
Also ging es um 9:30 Uhr aufs Boot mit lauter netten Leuten. 10 Minuten später kommen wir am Rande der Lagune an. Dort reihen sich die kleinen Trauminselchen aneinander. Eine dieser kleinen Perlen ist der Kitespot, umgeben von farbintensivem 3-farbigem Wasser. Erst eine Fläche mit sehr seichtem Lagunenwasser, dann ein türkisfarbener ultrakrass leuchtender Bereich, in dem auch immer wieder kleinere Korallenbänke stehen. Und zu guter Letzt noch das wunderschöne Blau des tieferen Lagunenbereichs. Wahnsinn. Das sieht aus, als hätte jemand nen Fotofilter über die gesamte Lagune gelegt. Das habe ich so intensiv noch nicht gesehen, obwohl es auf Sansibar und am roten Meer in den Lagunen ja z.T. auch schon echt schön ausschaut!
Synchron-Kiten der Freyseles
Da für heute der beste Wind angekündigt war, bin ich gleich aufs Board und habe Miri dauerbequatscht, dass sie es jetzt unbedingt probieren soll. Wenn sie heute und hier nicht kitet, dann nirgendwo mehr auf der Welt. Es waren ca. 15 Leute mit uns auf der Insel. Mehr als 6-7 waren nie zeitgleich in der riesigen Lagune. Es war wirklich traumhaft. Nach einer Stunde hat Miri dann ein Set geliehen und wir sind sogar seit 6 Jahren mal wieder gleichzeitig auf dem Wasser gewesen. Das war wirklich schön meine Frau, äh Verlobte neben mir im Wasser fahren zu sehen, dahiner die kleine Palmeninsel – einfach geil – hab ich dann glaub auch ein paar um mich rumgebrüllt.
Ich habe mein Bestes gegeben während der Fahrt neben ihr ein paar Videos und Fotos zu machen mit GoPro im Mund oder in einer Hand. Maila hat solange im Palmenzelt ein Hörbuch von Bibi & Tina gehört. Bis wir zurückgekommen sind, hat ihr der Kitespot-Betreiber Manu eine Krone aus Gräsern der Insel gebaut!




Da ist er wieder, der Vibe
Hier sind wirklich sehr nette Leute. Ganz anders, als auf Rarotonga, wo wir auch keinen wirklichen Inselvibe gefühlt haben. Schon auf dem Boot haben wir Bekannschaft mit Manu, einem der Kitelehrer gemacht. Hauptberuflich Schlagersänger aus der Steiermark – kein Witz! Nebenberuflich Kitelehrer und zur Zeit wohnthaft in Neuseeland, wenn er nicht grad hier zum Kiten ist. Kann man machen. Er hat uns dann noch einen Scooter (oder das was noch von ihm übrig ist) vermittelt und abends waren wir noch zusammen beim Abendessen. So mag ich das – gleich die ganzen Insider-Tipps an Tag 1 bekommen.
Papa, ein Möchtegern-Survival-Experte



In den Kitepausen war mein Abenteuertrieb geweckt und ich bin mit meinen Mädels um die Mini-Insel gelaufen. Auf der windabgewandten Seite hingen massenhaft Kokosnüsse auf den Palmen, die zum Teil schief ins Meer wachen; so Bounty-Werbung mäßig. Ziemlich kitschig, wäre es nicht echt. Also bin zu Werke geschritten und habe meine Familie auf der einsamen Insel ernährt! Gut, es gab heute zunächst mal nur die grünen Kokosnüsse und die sehr leckere frische Kokosmilch. Die habe ich nämlich aufbekommen. Die fleischhaltigen braunen Nüsse waren für heute mein Endgegner! Obwohl ich ja nun seit vorgestern weiß, wie man sie richtig öffnet, fehlte mir der passende Stock auf dieser kleinen Sandbank. Und man glaubt es nicht, aber selbst die schärfsten Korallenbrocken hat die Nusse kaputt geballert. Irgendjemand sollte mal die Beschaffenheit von Kokosnüssen in morderne Technik übertragen. Die Teile sind echt unkaputtbar. Witzigerweise treiben hier in der Lagune auch immer wieder ein paar Schiffbruch-Nüsse durch die Gegend und warten auf Land.

Wo ist der Drohnenpilot, wenn man ihn mal braucht
Am späteren Nachmittag sind wir beide nochmal aufs Board und hatten die Lagune zeitweise komplett für uns alleine. Wie geil ist das bitte! Man schlägt ein beliebiges Kite-Magazin auf und meistens findet man in den Rankings der besten und schönsten Kitespots der Welt die Lagune von Aitutaki auf dem ersten Platz. Jetzt sind wir hier, haben Wind und die ganze Schüssel für uns. Es tröstet mich ein kleinwenig über die verpasste once-in-a-lifetime Chance mit dem weißen Albino-Wal zu schwimmen hinweg. Aber nur ein kleinwenig… übrigens war heute in der Bildzeitung (Bildzeitung!) bereits ein Video von dem weißen Walbaby:
https://www.bild.de/news/ausland/unterwasser-sensation-ein-buckelwal-baby-ganz-in-weiss-66d5b73c88d63f428ad461a5


Im Ernst – das hier ist schon der Hammer! Ich kann es nicht fassen, dass wir den wohl bekanntesten Spot für uns alleine haben. Ich war heute sogar der Big Air Marc! Niemand ist heute am späten Nachmittag höher gesprungen als ich, Georg. Ist ein traumhaftes Fleckchen und entgegen meiner Befürchtung, dass es hier so ein bißchen wie auf Bali oder den Malediven sein könnte (also so fancy-Insta-Leute) hat diese Insel echt Style. Es gibt nicht so viel und abgesehen von den drei, vier Boutique-Hotels ist das hier alles sehr basic und match gut mit den lokalen Normzuständen. Das mag ich hier sehr. Nur das Essen ist ein Elend. Abgesehen von wenigen Ausnahmen gibt es hier sehr viel Fritiertes, Pommes und Fast-Food-Krams. Ja, man bekommt auch Gelbflossen-Thunfisch, aber der Standard hier ist TK. Und das obwohl sie ja den Fisch im wahrsten Sinne des Wortes vor der Haustüre haben. Daher sehen die hier auch alle so aus, wie sie aussehen. Wir fahren im Moment zu dritt auf dem Rollen mit Kiteschirm-Rucksack, Pumpe, Board, Fotos und Backpack. Und bringen immer noch weniger Kilos auf den Scooter als der Durchschnitts-Fahrer hier. Ich denke wir werden die nächsten Tage doch eher in den paar guten Restaurants essen gehen. So arg viel teurer ist das auch nicht als die Take-Aways, die es hier üblicherweise gibt.
Unsere kleine Strandhütte

Wir hatten heute noch so überhaupt gar keine Zeit die Insel selbst zu erkunden. Das Restaurant Avatea in dem wir gegessen hatten war zwar am anderen Ende der Insel, aber es war auch schon bei der Hinfahrt dunkel. Außer der Milchstraße über uns, haben wir von der Straße aus nicht arg viel mehr gesehen. Die Lichter des Scooters sind so eingestellt, dass man keine weitere Lichtverschmutzung hat um die Milchstraße gut zu sehen. Das machen die hier glaub mit allen Scootern so. Na ja, das holen wir noch nach, denn es gefällt uns hier schon sehr gut.
Marc, Miri und die Insel-Prinzessin


One comment
Ihr Glückspilze
Und in einer Stunde könnt auch ihr
MIRJAM🎂🎉