Insel kennenlernen
Heute Morgen war ich zunächst damit beschäftigt ein Auto aufzutreiben. Wir sind mitten in der High Season gelandet, ganz neu für uns auf dieser Reise. Aber viel ist hier trotzdem nicht los. Wir fragen uns erneut, wo nur alle sind?! Allerdings müssen sie irgendwo sein, da wir nämlich für 3 Nächte noch keine Bleibe gefunden haben. Angeblich alles ausgebucht – das hatten wir schon mal. Als wir quer durch Afrika mit dem Auto gefahren sind und angeblich alle Campingplätze fully booked waren… leere Steppen mit einem Schild Campingplatz. Gut, das dürfte hier anders sein. Irgendwo werden wir schon unterkommen. Die werden ja hier nicht Kinder nachts um 22:00 Uhr beim spazieren gehen retten, dann aber dieselben Rabeneltern mit ihrer Tochter auf der Straße schlafen lassen!
Aufgewacht sind wir vom lauten Rauschen der Wellen. Unsere Unterkunft, eine kleine Hütte im Norden, grenzt direkt ans Meer. Eine der wenigen Küsten ohne vorgelagerte Lagune. Und so treffen die Wellen relativ ungebremst auf die Küste. Als ich die Augen öffne, habe ich den Blick direkt auf den Pazifik, der keine 10 Meter entfernt auf den Strand rauscht. Nice.
Fahrbarer Untersatz
Ein Auto muss her, da wir mit dem ganzen Gepäck auf die andere Seite der Insel müssen. Dort haben wir ein kleines Beach House nur für uns. Dummerweise sind nahezu alle Autovermietungen am anderen Ende und die meisten haben laut Online-Buchungssystem auch nichts mehr. Und während ich noch am Krübeln bin, wie ich zu den Autovermietern komme und sie davon überzeuge, dass sie doch noch ein Auto für uns haben, sehe ich, dass Miri ins Gespräch mit unserer Nachbarin gekommen ist. Ihr Mann wartete auf dem Scooter. Beide sehen sehr nett aus, wir haben sie gestern nur kurz gegrüßt, als sie auf der Suche nach der richtigen Hütte waren. Es sind 3 Hütten. Ich nehme daher an, Cook Islander sind den Tongaer was Organisation und Planung angeht sehr ähnlich. Anyway, es stellte sich heraus, dass das heimische Ehepaar ursprünglich aus Aitutaki kommt. Sie wurde dort geboren und die beiden betreiben eine Unterkunft auf Aitutaki, die sich zur Zeit im Aufbau befindet. Wir werden nicht nur direkt eingeladen sie dort zu besuchen, sondern ich wurde auch gleich noch von ihrem Mann zur Autovermietung gefahren.
Weitere Chance?
Und nicht nur das! Da die beiden lokale Insider auf Aitutaki sind, haben wir auch noch mitbekommen, dass es auf Aitutaki einen Onu gibt, der ebenfalls Whale Swimming Touren anbietet. Ist wohl ein Local, der das mit Respekt und entsprechender Nachhaltigkeit betreibt. Also habe ich ihm gleich mal eine Email geschrieben. Vielleicht haben wir trotz der wenigen Vorlaufzeit Glück! Gut, dass wir die beiden als Nachbarn hatten. Etwas verrückt ist es schon! Da gehen alle von Rarotonga auf die wohl schönste (bekannte) Lagune der Welt Aitutaki und die beiden machen es genau andersrum.
Sollte diese zufällige Begegnung womöglich dazu führen, dass wir nochmal die Chance bekommen mit Walen zu schwimmen? Das Meer hier ist zumindest seit heute wieder etwas ruhiger. Ist ja noch eine gute Woche bis dahin.
Kleinstwagen, los geht’s

Mit unserem Minikübel sind wir dann erst mal einkaufen gefahren und haben halt gemacht bei einem kleinen Imbiss. Das Kind wollte eine Pizza, das traditionelleste aller Südpazifik-Gerichte. Danach haben wir einen Halt an der Muri Lagune gemacht. Meine Mädels fanden es dort super und Maila wollte hier direkt bleiben. Schöne Lagune mit tollen intensiven Blau- und Grüntönen. Aber auch viele kleinere (arschteure) Unterkünfte und einige andere nervige Touristen. Überall diese Touristen. Pfui. Auch das sind wir ja gar nicht mehr gewöhnt. Nein, so viele sind es tatsächlich gar nicht. Wir wundern uns wieder, wo die nur alle sind, wenn hier angeblich alles ausgebucht ist?!
Nächster Stopp war im Süden der Insel. Dort haben wir Kiteschirme am Himmel entdeckt. Ebenfalls eine schöne Lagune, direkt daneben beginnt der Strandabschnitt, der bekannt ist für seine Meeresschildkröten-Population.
Und nur wenige Meter weiter sind wir dann schon angekommen an unserem kleinen, sehr hübschen Beach House! Sehr coole Lage! Sehr geiles Häuslein mit Glas-Schiebetüre zur kleinen Terrasse mit Blick durch die Palmen zum ca. 15 Meter entfernten Sandstrand. Jau, das kaufe ich auch, wenn ich mal groß bin!
Sonnenuntergang in der Schiffbruch-Bar

Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch rüber zur Shipwreck Hut, einer sehr gechillten Bar mit Live-Musik. Die hatten frischen Wahoo, ein Raubfisch aus der Familie der Thunfische. Der war lecker! Während dessen hat es keine 15 Minuten gedauert, bis Maila sich mit 2 Kindern einer Neuseeländischen Familie angefreundet hat. Ein paar Cocktails später standen wir dann an deren Tisch, nach dem die Kinder uns schon Familien-Interna ausgeplaudert hatten, und hatten einen lustigen Abend miteinander. Am Ende haben sie uns sogar als Notfall-Plan ein Zimmer in ihrer Beach Villa angeboten, sollten wir für die noch ausstehenden 2 Nächte nichts mehr finden. Nach einem weiteren gemeinsamen Bier wurden wir aus der Bar geschmissen (Timm, ich wurde mal aus ner Bar geschmissen, weil die zu machen wollten! Ich war der letzte!). Toller Abend!

Marc, Miri & Maila



2 comments
Super ,Danke für den Bericht!!!!!
Bin am Laptop und muß den weißen Wal anschauen….
Grüße
Annette mit Mia
Hach 🧡