Lake Pacific
Als wir heute Morgen aufgestanden sind, lag das Meer wie ein See spiegelglatt vor uns. Die Glücklichen, die heute auf der Waltour waren, hatten unglaubliches zu berichten. Heute sind die Wale wohl ganz ruhig und gechillt an der Wasseroberfläche liegen geblieben. Und haben sich von ihrer besten Seite fotografieren lassen. Ich versuche heute Abend beim Essen mal in der Runde nach Bildern zu fragen.
Walbesuch ganz nah am Strand
Ansonsten haben wir es uns heute gemütlich gemacht und lang und trödelig gefrühstückt. Doch auf einmal kam Hektik auf, da scheinbar eine Walmama mit ihrem kleinen Kälbchen sehr, sehr nahe an der Küste waren. Wir sind schnell an den Strand runter und konnten tatsächlich in kürzester Entfernung die Flossen sehen. In alter Fußballer-Manier habe ich zum Sprint angesetzt und die Drohne startklar gemacht. Die hatte ich die letzten Tage extra nie abgebaut, damit es schnell geht. Und so konnte ich innerhalb von wenigen Momenten die Drohne Richtung Meer raus steuern und ein paar tolle Aufnahmen machen.

Maila und Miri sind dann zum Baden gleich ins Meer, da sie eh schon halb drin standen. Es sah auch extrem einladend aus: Wale am Horizont, vorne ein herrlicher weißer Sandstrand, hinter dir grüne Palmen und vor dir ein türkisfarbene, super klares Meer. Ist schon wirklich einzigartig hier! Wir haben ja schon viele schöne Ecken sehen dürfen, aber hier vereint sich doch einiges. Man ist sehr abgeschieden vom klassischen Tourismus. Es sind kaum mehr als 15 Leute hier, die sich so sehr verteilen, dass man am Strand eigentlich immer alleine ist. Das Wasser ist herrlich, die Umgebung einfach nur wunderschön anzuschauen. Und ein paar Meter von dir entfernt schwimmen auch noch Wale im Meer. Ganz nebenbei ist übrigens auch das Essen hervorragend. Heute Abend gab es frischen Gelbflossen-Tunfisch. Der kostet bei uns ein Vermögen und wir hatten heute zwei saftige Stück auf dem Teller liegen. Die wenigen Reisenden, die sich hier her verirrt haben wie wir, sind vom Vibe schon auch alle sehr ähnlich gepolt. Es sind tatsächlich eher ältere Neuseeländer hier, die aber alle samt wirklich cool drauf sind.
Abschied von unserer Reisebegleitung Andrew
Andrew haben wir auf dem Flug nach Ha’apai kennengelernt. War auch ganz einfach, er war nämlich der einzige Tourist mit uns. Und er hatte ein Surfboard dabei. Wie sich später zeigen sollte, war er auch weit und breit der einzige andere Kiter außer mir. Also eine glückliche Fügung. Wir haben uns wirklich prima verstanden und hattem viel Spaß miteinander. Am letzten Abend sind wir sogar bis tief in die Nacht auf der Terrasse verhockt und haben mit unseren Diskussionen die Welt ein bißchen verbessert – glaube ich…

10 Minuten nach dem er weg war, waren wir direkt ein bißchen traurig und es hat irgendwie etwas gefehlt, da wir doch recht viel Zeit gemeinsam miteinander verbrachten. Ich konnte ihn leider nicht davon überzeugen, einen Flug nach Rarotonga nächste Woche zu buchen. Und ich fürchte wir schulden ihm eine Flasche teuer importierten Rotwein. Also müssen wir ihn wohl oder übel mal in Neuseeland besuchen gehen. Aber dann in deren Sommer!
Kayak-Tour auf der Lagune

Am Nachmittag haben wir uns eines der Kajaks gemietet und sind in unserer Lagune raus aufs Riff gepaddelt. Zwei Tage zuvor gab es wohl eine Hai-Sichtung. Wir konnten den Black Tip aber leider nicht mehr finden.
Am frühen Abend haben wir dann noch einen kleinen Schnorchel-Ausflug mit Maila unternommen und einen Rochen gesehen. Nach dem schönsten Sonnenuntergang auf Tonga bisher und ein paar Runden UNO sind die Mädels müde in der Hütte eingeschlafen. Aber einer muss ja die Berichte schreiben und die Bilder sortieren und bearbeiten… Ich sitze meist alleine in Dunkeln vorne auf der Terrasse mit Blick auf die gesamte Lagune – heute mit Vollmond. So unfassbar schön! Ich kaufe das hier alles wenn ich groß bin.


Marc




One comment
Eure wunderschönen Berichte laut meinen Beiden vorzulesen ist eine Herausforderung. 🥲 Wir freuen uns so mit euch. Ihr macht das genau richtig 🧡