Wow! Sind die alle lang, tief und hoch!
Wir waren noch nie in einem Flugzeug mit so vielen fetten Menschen! Und ja, fett! Nicht anders gewichtig oder mehr gewichtig, sondern schlichtweg fett! Hoffentlich hat der Captain genug getankt. Denn hier sitzen pro Sitzplatz im Schnitt 135 kg aufwärts. Ich übertreibe nicht! Sogar die Sitze in diesem Flieger sind breiter als üblich. Andere Länder andere Ärsche.
Maila & ich sind heute seeeehr müde. Wir freuen uns wieder auf Island time. Obwohl Sydney nicht wirklich hektisch ist, war es doch ein ziemlicher Bruch mit den beiden Zwischenstopp-Tagen in Manila und Sydney im Doppelpack. War ne schöne Abwechslung. Dennoch bevorzuge ich persönlich Natur und local Lifestyle abseits der großen Metropolen. Mir war manchmal sogar El Nido zu wuselig.
Ein paar Gedanken über dem Süd-Pazifik
Während ich aus dem kleinen Flugzeugfenster hinab auf den endlosen blauen Pazifik schaue, werde ich ein bisschen melancholisch. Vor so vielen Jahren habe ich diese Fotos von den Abnoe-Tauchern gesehen, die tief nach unten zu den Walen getaucht sind. Das hat mich auf eine seltsame Weise berührt. Ich kann gar nicht genau sagen warum oder was mich da so tief berührt hat. Und dieses Gefühl überdauerte auch lange das Betrachten des Fotos. Es ist geblieben.
Gross & klein, Träume wollen sein
Vielleicht ist es die schiere Größe dieser Meeressäuger. Oder die Eleganz, mit der sie sich im Wasser präzise und leicht bewegen. Man sagt, dass man direkt in das Auge des Wals schauen soll, wenn man im Leben die Chance dazu bekommt. Es sei, als würde man tief in die eigene Seele blicken. Diesen Spruch haben wir in den letzten Tagen zwei-, dreimal gelesen.
Staring Into the Eye of a Whale and Seeing the Whole World
Und ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll, aber es bleibt, dieses tiefe Bedürfnis diesen Moment vielleicht erleben zu dürfen. Und möglicherweise können wir auch Maila solch einen einzigartigen Moment schenken. Und vielleicht ist auch das der Sinn unserer Reise. Maila das Träumen zeigen.
Wir haben so ein privilegiertes Leben in Deutschland. Wir leben in guten Zeiten, auch wenn vieles besser sein könnte und manches schon besser war. So ist es doch immer noch besser, als je zuvor und besser, als fast überall anders. Wir haben eine hohe Lebenserwartung, eine gute Gesundheitsversorgung und zuverlässige Sicherungssysteme. Wir haben gute Jobs, die uns befriedigen und leben in einer recht schönen Stadt. Wir haben tolle Freunde, die uns inspirieren, zum Lachen bringen und trösten. Manche haben sogar in finanziell prekären Notsituation keine Sekunde gezögert und mir ihre Hilfe angeboten. Ich bin sehr dankbar für meine Freunde! Manches verändert sich, dünnt aus, aber manches wird auch bleiben und sich wieder annähern.
Ganz so, wie wir unsere Reisen betrachten. Hier lernen wir zu träumen, zu vertrauen, zu scheitern und improvisieren. Wir lernen das Beste daraus zu machen und werden so häufig mit so tollen Erlebnissen beschenkt. Wir suchen Abenteuer und lassen uns überraschen, was als nächstes passieren mag. Es sind so viele schöne, kleine Erinnerungen oder Dinge, die einem ständig in jedem Moment widerfahren können. Es gibt so viele nette und hilfsbereite Menschen. Und das wollen wir auch Maila zeigen.
Wir freuen uns alle schon tierisch auf die Wal-Tour. Aber vielleicht haben wir auch schon längst gefunden, was wir gesucht haben.
Marc


One comment
Ach Marc… 🥲💙