Abschied von einer kleinen Trauminsel

Heute war unser letzter Tag auf Darocotan. Und es ging gleich doppelt weiter. Erst mit einem kurzen Flug von El Nido zurück nach Manila. Und anschließend ein Nachtflug von Manila nach Sydney. Zu unserer Überraschung dauert es von Manila nach Sydney, tatsächlich noch fast 9 Stunden. Man verschätzt sich mit den Distanzen am Ende der Welt dann doch ziemlich.
Manila
Wie ich ja gestern schon berichtet hatte, ist meine Gehörwegs-Infektion schlimmer geworden. Wir hatten bei unserem zehnstündigen stop over in Manila die Möglichkeit noch nach einem Antibiotika zu schauen. Der Stadtverkehr war arg chaotisch und wir haben ewig lange gebraucht, um überhaupt auf die Schnellstraße zu kommen (welch Sarkasmus…). Auf dem Weg zur Mall of Asia war besonders viel los, da auch noch in der direkt davor befindlichen Konzerthalle die Kultband K-Pop ein Konzert gegeben haben. Die Straßenzüge waren also voll mit Teenies, die aussah wie aus einem Manga-Comic heraus geschnitten.
Der Fahrer hat uns also etwas weiter vorne rausgelassen, direkt am Eingang zu dieser gigantisch großen Mall, die ihrem Namen wirklich alle Ehre macht! Dagegen wirkt der Karlsruhe Konsum-Tempel wie eine kleine Mausehöhle.
Einmal nach Schweden
In jedem Falle standen wir direkt vor einem – Achtung – schwedischen Möbelgeschäft. Und da Maila ja die letzten Tage nicht unbedingt besonders reichhaltig gegessen hatte, sind meine Mädels doch tatsächlich im IKEA Hackbällchen essen gegangen.
Antibiotika-Suche
Ich bin in der Zwischenzeit im Eiltempo durch die endlosen Riesenlabyrinthe der Mall of Asia gedüst, auf der Suche nach einer Apotheke, die das richtige Antibiotikum für mich hat. Hier auf den Philippinen braucht man mittlerweile auch ein Rezept, um an Antibiotika zu kommen. Das war früher wohl anders. Mittlerweile sind sie da aber auch sehr strikt.
Und man glaubt es kaum, aber ich habe tatsächlich am Flughafen in Manila eine kleine Klinik entdeckt, hab geklingelt und gefragt, ob sie mir ein Rezept für meine Infektion ausstellen können. Die meinten dann, dass sie sich das vorher anschauen müssen und erst dann ein Rezept ausstellen dürfen. Das haben sie getan und mir das Rezept in die Hand gedrückt. Das ganze dauerte keine von 10 Minuten. Und es war kostenlos!
Das ist jetzt zum wiederholten Mal eine Erfahrung, die wir im fernen Ausland gemacht haben. Man denkt immer das wäre alles so kompliziert und so schwierig, dabei haben die oft die viel kürzeren und einfacheren Lösungen.
Mall of Asia
Nach mehr als 1 Stunde habe ich es dann mit Medikament zurück zum IKEA geschafft und meine Mädels wieder abgeholt. Von der Asia gibt es eigentlich nur folgendes zu berichten: es gibt dort wirklich alles vom SUV bis zum Botox-Spritz-Walk-In. Autogrammstunde mit lokalen Größen aus der nationalen Rennkart-Szene und unfassbar viel leckeres Essen. Maila ist in einem gigantischen Karussell gefahren, nachdem wir ihr ausreden konnten, in der ebenfalls gigantisch großen Eishalle Schlittschuh zu laufen. Ja genau so war das – klingt verrückt, war aber so. Zum Abschluss haben wir uns dann noch super leckere Zimtschnecken in allen möglichen Varianten gegönnt.
Nur noch ein Flug bis Tonga
Anschließend mit dem Taxi zurück und uns gewundert, warum an dem Check-In Schalter nichts los ist. Ich hab die Dame am Schalter gefragt, ob der Flug so leer ist oder ob wir zu spät dran sind – was ich eigentlich gar nicht ernst gemeint hatte. Es stellt es sich aber heraus, dass wir doch wieder mal spät dran waren. Alle andern waren schon drin. Und so lief es wie immer: auf den letzten Drücker. Zum Boarding standen wir dann auch endlich am Gate. Naja, solange es immer gut geht…
Im Flugzeug angekommen, waren wir alle so müde, dass wir schon eingeschlafen waren, bevor das Flugzeug überhaupt gestartet ist. Ich bin nur kurz aufgewacht, als der Flieger beschleunigt hat. Maila hat mich so verschlafen angeschaut, als wäre sie auch eben kurz aufgewacht. Wir sind beide direkt danach wieder eingeschlafen. Ein, zwei schmerzhafte Druckausgleiche später war ich mit Maila zusammen in Arkadia.

Tatsächlich bin ich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen vom Sonnenaufgang wieder aufgewacht. Mit ziemlichen Ohrenschmerzen. Und auch ein bisschen schlechter Laune von den Schmerzen.

Jetzt sind wir tatsächlich in Sydney angekommen und das Ohr hat gehalten. Es wird knapp – aber das kennen wir ja schon.
Marc


