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Day 20 | Kleine Lagunen-Tour

Mit dem Longboat durch die Lagunen

Für heute sah der Wetterbericht so richtig mies aus. Es hat auch heute Nacht heftig geregnet. Pünktlich zum Frühstück war es dann aber wieder friedlich. Wir konnten nun auch ab und zu mal einen Blick auf einen Fetzen blauen Himmel erhaschen. Daher haben wir dann kurzer Hand beschlossen, dass wir den Inselkapitän mit seinem schrottreifen Longboat fragen, ob er uns in die gegenüber liegende Lagune fährt. Und es war echt toll! Wir sind durch eine kleine Höhle gefahren und danach waren wir in einem ineinander verzweigten Lagunen-System, umzingelt von Mangroven und Steilwänden aus Kaarstgestein. Hier ist es seltsamerweise mucksmäuschenstill! Eigentlich sollten hier haufenweise Vögel zwitschern – denke ich mir so als unwissender Ornithologe. Aber vielleicht haben die Vögel hier einfach so dermassen viele Option für den Nestbau, dass man sie dann eben doch eher selten antrifft.

Mit der Ruhe war es dann bald vorbei. Ich musste natürlich die Drohne fliegen lassen und ab dann nervte das Surren abnormal – sogar mich! Ich war auf 200m Höhe und man hörte es immer noch, so leise war es hier! Aber es kamen ein paar hübsche Fotos dabei raus.

Insel-Erkundung

Nach dem Mittagessen wollte Maila die Insel erkunden. Und so sind wir am Strand entlang gelaufen, bis wir ein kleines Dorf mit einem Holzsteg entdeckt haben. Auf dem Holzsteg waren einige Kinder am Angeln und Spielen. Die Mädchen waren sehr an Maila interessiert und haben sie sofort nach ihrem Namen gefragt und gewunken. Sie sind in einer Styropor-Kühlbox übers Wasser gepaddelt. Und zu unserem Erstaunen hat das sehr gut funktioniert. Die drei Jungs auf dem Steg haben sich im Angeln versucht. Unterm Steg wimmelte es nur so von kleinen Fischen – tausende!! Das Wasser war dunkel gefärbt wegen den riesigen Fischschwärmen! Und diese kleinen Fische hatten die Jungs am Haken. Ich habe mich gefragt, was die damit fangen wollen. Denn welcher Raubfisch auch immer diesen „kleinen“ Fisch am Haken schnappen soll, dürfte mit Leichtigkeit die halben Portionen mit ihren Angelschnüren um Plastikflaschen ins Wasser luppen.

Einer der Jungs saß im Rollstuhl. Es sah ein bißchen nach Polio/Kinderlähmung aus. Das kenne ich von Togo leider schon. Er war auch hoch motiviert am Fischen. Er hätte wohl bei erfolgreichem Fang direkt mit seinem Gefährt nen Abflug gemacht. Ich war fast erleichtert, dass nichts angebissen hat, so lange ich hinterher springen hätte müssen …

Für morgen haben wir spontan Tauchen vereinbart. Ich bin schnon ein bißchen aufgeregt!

Marc

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