
Heute geht’s endlich auf die Insel Foa, auf dem Ha‘apai Atoll. Wir kommen zum ersten Mal auf dieser Reise an. Der eigentliche Grund diesen Teil unserer Weltreise zu wiederholen war die kurzfristige Möglichkeit 5 Tage in der Matafonua Lodge bleiben zu können. Das ist zwar nicht besonders lange, bedenkt man die irrsinnige Anreise, aber wir hoffen so ein bißchen auf die kleine Chance, dass sich vielleicht doch noch eine Option ergibt zu verlängern. Wenn nicht, dann geht es für uns anschließend weiter auf die südlichste Insel des Atolls, Uoleva.
Der Flug müsste mehr kosten
Bevor wir einsteigen erinnert mich Maila daran, dass ich auf meinen Kopf aufpassen soll! Nach kurzem Überlegen was sie damit meint, musste ich lachen. Sie hat sich tatsächlich an letztes Jahr erinnert, als ich vor lauter Schauen die Warnung des Piloten beim Einsteigen überhört habe und Vollgas gegen den oberen Türrahmen geknallt bin.
Wow! Allein der Anblick des Pazifik und dieser endlos vielen kleinen und wunderschönen Atolle ist die Reise wert! Manche der Inseln sind gerade mal so groß, dass 6-7 Palmen darauf Platz finden. Rundherum in den schönsten Blau- und Türkistönen die Lagunen. Man sieht die Korallen und die Wände, wie sie wieder in die Tiefe abfallen.
Und glaubt es oder nicht, aber jetzt sind wir uns ganz sicher! Da springen den gesamten Flug über Wale aus dem Meer! Die erste Hälfte des ca. 45-minütigen Fluges sah man bestimmt 10-15 Wale.
Und da der Flug mit der kleinen Propellermaschine nicht besonders hoch ist, sieht man das alles bestens. Das ist Premium. Also, alles hinter dem Fenster. Alles innen ist weniger Premium – aber wir sind heil angekommen. Ich möchte jetzt bitte nicht in die Ecke „Body Shaming“ gestellt werden, aber die Locals hier passen wirklich nicht in diese Kleinmaschinen! Also wirklich nicht! Ich habe den Sitz 1C, ganz vorne, direkt hinter dem Piloten. Ich habe tolle Einblicke ins Cockpit und den gesamten Startvorgang. Bis – ja, bis die Plätze 1A bis 1C 1/2 von einem sehr netten Local neben mir eingenommen wurden. Den ganzen Flug über, immerhin 45 Minuten, frage ich mich, ob von nun an die Reihe 1 in diesem Flugzeug nicht mehr vergeben werden kann. Ich war mir zu Beginn unseres Fluges sicher, dass der nie mehr da rauskommt. Ein bißchen wie dieses Spiel für Kleinkinder, bei dem man runde oder viereckige Formen in die entsprechenden Aussparungen des Würfels stecken muss. Und dann kommt da jemand und drückt das runde in das eckige und da steckt es nun fest und fristet sein restliches Dasein als Rundes im Eckigen. Ich weiß jetzt nicht, ob man sich das gut vorstellen kann. Aber so ungefähr war das.
Anmerkung: unter lautem Gestöhn hat er sich durch den selbst für mich viel zu kleinen und kurzen Gang durchgezwängt und somit die Sitzreihe 1A bis 1C 1/2 wieder für den weiteren Flugverkehr freigegeben.
Matafonua Lodge

Angekommen auf dem Miniflughafen auf Ha‘apai werden wir schon erwartet. Der Mitarbeiter erkennt uns, freut sich darüber aber nur halb so arg, wie wir…
Im Auto mit dabei ein älterer Herr, der sich als Nigel vorstellt. Zum ihm später mehr.
In der Matafonua Lodge ist es dann sehr viel herzlicher. Und die Toblerone, die wir Darren und Nina mitgebracht haben, schlägt voll ein! Nina, die Chefin, erzählt uns, dass sie den Splin hat auf jedem Flug eine Toblerone mitzunehmen. Sie liebt diese Schokolade…
Ach ja, Miri hat die Frage danach wie lange wir dieses Mal bleiben, direkt mit der Gegenfrage beantwortet, dass dies von ihnen abhinge und ob sie uns verlängern könnten.
Und jetzt will ich mal noch nicht zu viel teasern, aber es könnte sein, dass wir mit unserem Gezocke wieder Glück haben! Die nachfolgende Unterkunft habe ich nämlich nur reserviert und noch nicht bezahlt. Da sind wir also noch flexibel. Es gab wohl eine Stornierung gestern von 2 Personen. Möglicherweise passt das für uns perfekt und wir können da reingrätschen 🙂
Das wäre mega, denn wieder hier zu sein, fühlt sich großartig an! Es ist im Moment eine 12-köpfige Reisegruppe aus Neuseeland mit 5 Kinder in Mailas Alter hier. Es dauert mal wieder keine 10 Minuten und Maila connectet sich mit einem Mädchen namens Hazel. Die Gruppe ist super nett und wir kommen mit allen in sehr sympathische Gespräche. Einfach geil hier. Sehr viele nette Menschen, die alle offen und entspannt sind.
Wir nutzen den wunderschönen Tag und gehen direkt schnorcheln. Miri ist der Meinung, dass die Korallen letztes Jahr schöner waren und da ich muss ihr recht geben. Es ist immer noch toll, aber auch hier scheint die Korallenbleiche nun angekommen zu sein.
Das Wasser ist nicht kalt, aber auch nicht so richtig warm. Mit unserem Jetlag und etwas Schlafmangel im Nacken fühlt es sich jedoch ein klein weniger frischer an, als es wirklich ist. Maila hat auf jeden Fall nach der Hälfte der Lagune keine Lust mehr auf kalt und schnorchelt abwechselnd auf Miris und meinem Rücken zurück zum Kanal, wo wir wieder an den Sandstrand kommen.
Nach einer kleinen Stärkung haben wir den Nachmittag ganz gemütlich verbracht. Zurück zu Nigel, der mit uns vom Flughafen zurückfuhr. Es stellt sich heraus, dass er seit über 40 Jahren Segler ist. Er hat eine eigene, sehr schöne Segelyacht, die aktuell direkt vor der Matafonua Lodge ankert. Im Dorf musste er Zollangelegenheiten erledigen. Wir kommen ins Gespräch. Was jetzt folgt, kann sich vielleicht der eine oder andere schon denken…
Marc


One comment
Und ihr werdet jetzt mitsegeln…….
Viel Spass und Glück