Type and press Enter.

Day 19 | Und da war er dann plötzlich da – der Moment!

Papa’s Solo-Trip

Es gab eine kurzfristige Absage für einen weiteren Bootstrip heute früh. Leider nur ein freier Platz, den mir meine Mädels zum Geburtstag geschenkt haben. Deshalb darf ich heute noch einmal mein Glück versuchen, aber leider ohne meine Mädels. Was mich wirklich traurig gemacht hat! Also bin ich mit furchtbar schlechtem Gewissen um 9:00 Uhr zum Strand gestapft, wo das Boot schon wartete. Maila und Miri haben mich sogar noch beim Ablegen überraschend besucht und mir zu gewinkt. Jetzt hatte ich ein noch schlechteres Gewissen! Dieses Erlebnis wollte ich ja vor allem mit den beiden teilen! Andererseits sind wir jetzt hier und so viele Chancen ergeben sich möglicherweise nicht mehr.

Bei deutlich besseren Wetter und viel ruhigerer See sind wir zunächst sehr lange ohne Sichtungen rumgekurvt. In derselben Zeit hatten wir am Vortag schon mehr gesehen. Dann aber, wie aus dem Nichts, genau in dem Moment, als wir eine Kaffeepause einlegen wollten, tauchte ein junger Wal direkt neben unserem Boot auf!

Und da war er dann plötzlich da – der Moment!

Und da war es dann endlich soweit! Der Moment war gekommen, auf den ich schon so lange gewartet habe und der mir schon so oft verwehrt blieb. Der Guide gab das „Go“ und ich bin rein gehüpft, mitten in das schier endlose, tiefe Blau! Alleine das schon ein unglaubliches Gefühl hier inmitten des endlosen Pazifiks! Nach ein paar Paddelschlägen waren wir direkt über der Mutter, die in ca. 40 Meter Tiefe unter uns ruhte. Man konnte die Konturen erkennen. Es war aber ziemlich unwirklich, da in diesem ewigen Blaue jegliches Gefühl für Größe, Abstände und Relation verloren gehen. Auf einmal kam das kleine Walbaby aufgetaucht um Luft zu holen. Es ging dann alles ziemlich schnell. Bevor ich mich gut in Position bringen konnte, um eine gute Sicht zu haben und ein paar Bilder machen zu können, war der „Kleine“ auch schon wieder zu Mama abgetaucht. Und so weit unten war es zu milchig für gute Aufnahmen.

Nach einer weiteren Minute gegen den Wellengang paddeln, kam Mutter und Kalb gemeinsam hoch. Ganz langsam und uns völlig ignorierend. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass sie uns gesehen und gespürt hat. Für gute Aufnahmen war das Meer zu unruhig und ich war viel zu sehr damit beschäftigt Kurs zu halten und mit dem großen Unterwasser-Gehäuse zu manövrieren. Da wäre ich mit der GoPro wohl besser gefahren.

Mama und Kalb gemeinsam

Mutter und Kalb tauchen auf, leider etwas zu weit weg für klare Aufnahmen

Kitesession am Abend

Am Abend war der Wind noch da, so dass ich nochmal aufs Wasser rauskonnte zum Kitesurfen. Miri konnte ich leider wieder nicht so richtig überzeugen. Der Wind war recht stark, so dass ich meine neuen Höchstmarken knacken konnte. Leider hat Miri davon keine Fotos gemacht. Aber es waren Sprünge dabei, die etwa 8-9 Meter hoch waren.

Was ein Tag!

Irgendwie komisch, dass ich direkt einen Tag später per Zufall nochmal einen Platz auf einem Boot ergattern konnte. Und natürich war es unglaublich! Ich habe so lange darauf hingefiebert, dass ich so ein klein wenig davon überwältigt war und jetzt auch nicht die richtigen Worte finde. Mit diesen riesengroßen Tieren im Wasser zu schwimmen, unter dir das endlose Blau, das ist schon total abgefahren. Ich hoffe so sehr, dass wir am Montag alle gemeinsam diese Erfahrung machen dürfen. Ich habe das Gefühl, dass ich vorher nicht s richtig loslassen und genießen kann.

Marc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert