Disclaimer
So, jetzt schreibe ich schnell nochmal bevor mein Mann mir wieder nach dem sechsten Satz in die Quere kommt und mir sagt , dass er nachmittags beim „nichts tun“ schon den ganzen Bericht geschrieben hat .
Zum Duli Beach durch Matschepampe
Heute Morgen hat uns das Wetter lange ausschlafen lassen und wir sind nochmal ganz gemütlich in den Tag gestartet, nämlich mit Regen. Dann haben wir uns – mittlerweile schon ganz geübt – auf den Roller gesetzt und sind gegen Mittag Richtung Norden zum Duli Beach aufgebrochen. Durch den Monsun war der letzte Teil der Strecke etwas abenteuerlich! Aber Marc hat’s gut hinbekommen.

Dort angekommen, war mehr oder weniger nichts außer einer kleinen Bar mit kaltem Bier (was wir auch gleich in Anspruch genommen haben), einem wunderschönen, menschenleeren Sandstrand und einem Surfboard-Shop. Maila wollte das Surfen auch ausprobieren, aber die Wellen waren fast zu klein. Wir werden hier bestimmt nochmal bei Flut und etwas besserem Wetter vorbeikommen. Dann leihen wir uns ein Surfboard und üben mal mit ihr.






Frische Kokosnuss
Maila hat sich dann gleich in die Fluten stürzen wollen und ist von Welle zu Welle gehüpft. Wir haben ein Matscheloch mit Seegrasgarten gebaut. Anschließend sind wir den kilometerlangen, sehr sauberen, Sandstrand gemütlich entlang geschlendert. Am südlichen Ende konnten wir beobachten, wie einer der wenigen Einheimischen auf einer Palme hängend frische Kokosnüsse mit einer Machete erntete. Es hat ihn eine ganze Weile gekostet und wir haben dann so richtig Touri-like applaudiert, als er den dicken Strung mit zahlreichen Nüssen abgeschlagen bekommen hatte. Vielleicht weil wir so dämlich zugeschaut hatten oder aus Mitleid, hat seine Frau uns – oder viel mehr Maila – eine angeboten. Das haben wir natürlich dankend angenommen. Die frische Kokosmilch hat viel besser geschmeckt, als wir das von unseren letzten Reisen in Erinnerung hatten. Auch das Fruchtfleisch war sehr viel glibriger und frischer.

Ach ja, wir haben dann Maila noch ein kleines Kettchen beim Rastaman gekauft, der 2 giftige Skorpione gefangen hatte und diese in einer Plastikflasche als Haustiere hält. Löcher für die Luftzufuhr hat er reingemacht. Als Marc ihn jedoch darauf angesprochen hatte, wie er die beiden Skorpione füttere, war sein Antwort etwas verwirrend. Er meinte, dass er Stöckchen und Fasern der Kokosnüsse zum Füttern reinlege.
Marc war sichtlich irritiert und hat sich anschließend gefragt, ob dem Rastaman nicht bewusst sei, dass Skorpione Giftstacheln haben. Die wird er wohl kaum haben, um Kokosnuss-Fasern zu stechen. Nun gut.
Wir haben uns dann mit Kettchen (gekauft in Rastamans Offline Shop), aber ohne Skorpione, wieder auf den Heimweg gemacht und sind ein weiteres Mal zu dem winzigen Straßen-Restaurant von vorgestern gegangen – Kwando irgendwas. Eigentlich waren wir alle schon müde, haben uns dann aber doch entschlossen nochmal in die Strand-Bar Tribu Kuridas zu gehen (diesesmal mit etwas mehr Geld), um den Musikern von gestern ihr verdientes Trinkgeld zu bringen. Wir wurden sogar persönlich begrüßt und Marc hat noch mit dem Sänger und Gitarristen geplaudert. Maila war wieder wie aufgedreht und hat wild getanzt und wir sind im Wechsel vor der kleinen Bühne und am Sandstrand rumgehüpft.

Jetzt ist’s schon Mitternacht und Mailchen ist sofort zuhause im Bett eingeschlafen. Mal schauen was der nächste Tag bringt.
Gute Nacht wünscht Miri (& Marc)


